Sandhofen

Sandhofen Landwirte aus dem Norden klagen über schlechte Zustände der Wirtschaftswege und Schäden durch Wildschweine

Wichtigen Grünzug schützen

Um ihre Probleme in und um die Landwirtschaft zu besprechen, griffen die Landwirte die Idee von Thomas Paul auf, der nebenberuflich eine kleine Landwirtschaft betreibt. Sie luden Stadtrat Thomas Hornung zu einer Fahrt durch die Felder ein. Zusammen mit Stefanie Paul, den Landwirten Holger Riffel, Philipp Herbel, Werner Weiland, Thomas Sponagel, Wilken Mampel, Wolfgang Merz und dem Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes, Wolfgang Guckert, ging die Fahrt auf dem Hof von Wolfgang Merz in Kirschgartshausen los.

Wolfgang Merz chauffierte die Gruppe, der auch Naturschutzwart und Jäger Michael Wetzel angehörte, auf einer Rolle mit Strohballen als Sitzmöglichkeiten. Mit dem besten Blick über die Felder und die Natur kamen die Landwirte mit dem Stadtrat ins Gespräch und brachten so ihre Anliegen vor. „Nach zwei Stunden auf dem Hänger weiß ich jetzt viel über die großen und kleinen Sorgen der Bauern im Mannheimer Norden und in unserer Stadt. Auch, was sie hauptsächlich für welchen Vertriebsweg anbauen. Für meine politische Arbeit im Gemeinderat habe ich viel von diesem Tag mit den interessanten Gesprächen mitgenommen“, resümierte Hornung schließlich.

Die Landwirte sprachen bei der Rundfahrt auf dem landwirtschaftlichen Fahrzeug den schlechten Zustand der Wirtschaftswege an. Auch die Schäden durch Wildschwein- Rotten, die Pläne für Windräder in der Sandhofener Feldflur sowie Fragen des Naturschutzes wie Flächenausgleich und Biotopverbundplanung gehörten zu den angesprochenen Themen. Hornung erklärte, dass die Naherholung und der Naturschutz Hand in Hand gehen müssten.

Ressourcen schonen

Die Fahrt endete auf dem Guckertshof in Sandtorf, wo Ute Guckert die Teilnehmer mit einem Imbiss erwartete. „Ich will das Wirken der Bauern mehr in das Bewusstsein unserer Stadtgesellschaft rücken und ihr Themen auf die politische Agenda setzen,“ versprach Hornung. Die Regionalität landwirtschaftlicher Erzeugnisse helfe Ressourcen zu schonen und sei gut für die Umwelt und Klima. Lange Wege werden vermieden und Arbeitsplätze vor Ort geschaffen wie auch die vielgestaltige Kulturlandschaft erhalten, ergänzte Hornung.

Mit den Landwirten wurde vereinbart, weiter im Gespräch zu bleiben. Für den Herbst ist eine Flurfahrt im Mannheimer Süden geplant. Der nächste Schritt sei dann eine gemeinsame Arbeitssitzung der Mannheimer Landwirte mit weiteren Stadträten der CDU-Gemeinderatsfraktion. „Eines muss uns klar sein: Der größte Grünzug, den wir in Mannheim haben, ist unsere Feldflur“, schloss Hornung das Gespräch.