SAP

Software Walldorfer Konzern will Anzahl afroamerikanischer Mitarbeiter verdoppeln / Corona-Warn-App kostete 20 Millionen Euro

SAP setzt Zeichen gegen Diskriminierung: Mehr Diversität bei Mitarbeitern

Archivartikel

Walldorf.Weltweit will der Walldorfer Softwareriese SAP die Anzahl seiner afroamerikanischen Mitarbeiter verdoppeln. Damit reagiere der Konzern auf die wieder aufgeflammte Diskussion um Rassismus, sagte der Vorstandschef Christian Klein bei einer virtuellen Pressekonferenz im Zuge der Kundenkonferenz „Sapphire Now“. „Wir müssen unsere Plattform nutzen, um gegen Rassismus aufzustehen“, sagte Klein am Freitag. SAP setze sich in mehreren Bereichen des Konzerns für mehr Diversität ein – sowohl bei Geschlechtergerechtigkeit als auch beim Thema Rassismus. Das Konzept wurde zu Beginn der Konferenz in einem Videoclip veröffentlicht.

Vorsichtig zurück zur Normalität

Anfang der Woche hatte die SAP zusammen mit der Deutschen Telekom die Corona-Warn-App öffentlich zugänglich gemacht. Wie viel der Walldorfer Konzern damit verdient, gibt SAP nicht preis. „Laut Bundesregierung liegen die Entwicklungskosten der Corona-Warn-App bei circa 20 Millionen Euro. Diese Zahl schlüsselt sich dann noch für Deutsche Telekom und SAP auf“, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Vorstandschef Christian Klein habe sich übrigens „natürlich“ die App bereits heruntergeladen.

Viele mögliche Nutzer – nämlich jene mit älteren iPhones – werden von der Nutzung ausgeschlossen. Das stößt auf Kritik. „Die App läuft auf iOS-Smartphones ab dem iPhone 6s unter iOS 13.5, bei Android-basierten Smartphones ab Android 6“, erklärt der Sprecher. Für viele ältere Geräte seien diese Betriebssysteme nicht ausgelegt. „Weitere Fragen zu den Betriebssystemen können nur die Hersteller beantworten.“

Im Zuge der Corona-Pandemie sind auch die Mitarbeiter der SAP ins Homeoffice geschickt worden. Angaben des Sprechers zufolge hat der Konzern am 15. Juni „vorsichtig und kontrolliert mit dem Wiederanlauf begonnen“. Die Kollegen seien aber angehalten, dennoch bis auf Weiteres von zuhause zu arbeiten.

Wie das zweite Quartal für den Dax-Konzern gelaufen ist, gab der Sprecher ebenfalls nicht bekannt. Die Zahlen werden am 27. Juli veröffentlicht.

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