Schönau

Schönau Augenoptikermeisterin Constanze Sweeney unterstützt seit 2015 ein Ausbildungsprojekt in Uganda / Inzwischen 1300 Patenkinder

Brillen sichern den Ärmsten Schulbesuch

Archivartikel

Bereits zum dritten Mal seit 2015 reiste Constanze Sweeney ehrenamtlich zu einem Arbeitseinsatz nach Kyamulibwa in Uganda. Die Augenoptikermeisterin von der Schönau unterstützt als stellvertretende Vorsitzende der Projekthilfe Uganda mit sehr viel Herzblut die Organisation. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen in dem ostafrikanischen Land bei der Ausbildung von Fachkräften zu unterstützen.

Erfolge konnte Sweeney nun bei ihrer Rückkehr verkünden. Die ersten acht Lehrlinge seien in der Ausbildung und engagiert bei der Sache. Zurzeit unterrichtet dort eine deutsche Optiklehrerin. Dank der Mithilfe des Entwicklungsdienstes deutscher Augenoptiker könne Projekthilfe Uganda weitere deutsche Augenoptiker schicken, so dass auch die zweite Hälfte der in Uganda neuen Ausbildung gesichert sei.

Nach Ablauf der Ausbildung gibt es eine Prüfung, die mittels Skype in Deutschland abgenommen wird. Das Team um Constanze Sweeney arbeitet nun daran, eine Ausbildung für künftige Optiker-Lehrer auszuarbeiten und dies dann dem ugandischen Gesundheitsministerium vorzuschlagen.

Nachdem schon etliche Menschen dort Brillen bekamen, werden im Februar Kinder von fünf großen Schulen untersucht. So möchte man auch Kindern mit einer Brille helfen, die nur mit größten Schwierigkeiten lesen können. Normalerweise würden solche Kinder als nicht schulfähig wieder nach Hause geschickt, sie hätten keine Zukunft. Jetzt behalte man sie in den Schulen – in der Hoffnung, dass ihnen sehr bald mit einer Brille geholfen werde.

Diese Augenglasbestimmung werde erstmalig in einem Optikergeschäft durchgeführt. Das Optikhaus sei fertig eingerichtet und die benötigten Gläser und Brillenfassungen inzwischen vorhanden. Da vieles gespendet worden sei, könnten die Brillen nun sehr günstig abgegeben werden. Für die Ärmsten werde es eine gute Brille schon für fünf bis acht Dollar geben.

Auf Spenden angewiesen

„Das sind wunderbare Aussichten, eröffnen sie dort den Ärmsten die Möglichkeit einer Schulbildung, einer Ausbildung und eines künftigen Jobs“, zeigt sich die Schönauer Augenoptikermeisterin begeistert. Natürlich sei man noch auf Spenden angewiesen, „aber wenn man in die hoffnungsvollen Augen schaut, kann man nur mit voller Energie weiter machen.“

Die erst seit kurzem ausgebildeten Augenärzte und Optometristen warten schon sehnlichst auf die ersten ,spectacle-technicians’, damit vielen Menschen mit Brillen geholfen werden kann. „Jede noch so kleine Spende hilft“, so Sweeney.

Reinhard Müller, stellvertretender Vorsitzender des Entwicklungsdiensts Deutscher Augenoptiker (EDA) unterstützt dieses Projekt ebenfalls tatkräftig. Er wird im Februar auch nach Uganda gehen. Müller hat eine Gläserschleifmaschine entwickelt, mit deren Hilfe man ohne das dort kostbare Wasser Brillengläser fräsen kann. Constanze Sweeney wird auch künftig die Fortschritte des Uganda-Projektes vor Ort begleiten.

1300 Patenkinder gebe es mittlerweile, denen durch eine eigene Art Krankenkasse kleinere Operationen und bei Bedarf eine eigene Brille ermöglicht würden. Wer helfen möchte, kann dies mit der Patenschaft für ein Kind tun. Ab 13 Euro monatlich kann so die Schulausbildung finanziert werden.

Spenden sind möglich bei: Volksbank Stutensee Weingarten, IBAN DE57 6606 1724 0023 0108 01. Weitere Informationen im Internet unter www.projekthilfe-uganda.de.