Schönau

Schönau Beim Nachbarschaftsfest treffen sich alle Generationen / Mehrere Kooperationspartner

Caritas und Mietertreff arbeiten Hand in Hand

Archivartikel

Wie lange die Geschichte des Nachbarschaftsfests des Caritas-Quartierbüros Schönau zurückreicht, darüber war sich Christian Endres auch nicht zweifelsfrei sicher: „Aber elf Jahre werden es schon sein“, meinte der Quartiermanager. Auch in diesem Jahr herrschte wieder gute Stimmung am Karlsberger Weg 11, wo sich Jung und Alt einen Nachmittag lang zusammenfanden.

Dabei hatten die Organisatoren die Veranstaltung vom traditionellen Datum im Juli aufgrund der Termindichte in den späten September verschoben. Glück mit dem Wetter habe man eigentlich immer gehabt, berichtete August Mehl. „Ich komme stets gerne hierher“, betonte er. Schließlich ist er Mitglied des Schönauer Seniorennetzwerks, das hier als Kooperationspartner fungiert. Mehl hatte auch seinen Enkel Leon dabei und unterstrich damit den Mehrgenerationenansatz der Veranstaltung. „Es macht Spaß, und man trifft immer nette Leute“, hob er hervor.

„Der Titel „Nachbarschaftsfest“ passt wirklich“, verdeutlichte Christian Endres. Die Bewohner aus der Umgebung kämen nicht nur zum Feiern, sondern packten auch mit an, wenn es gelte, beim Auf- und Abbau zu helfen. „Der benachbarte Mietertreff bietet uns zudem die Möglichkeit, das Material zu lagern“, freute sich der Quartiermanager. Darüber hinaus stelle der Mietertreff den Besuchern für kurze Wege auch seine Toiletten zur Verfügung.

Es waren nicht nur viele Senioren, sondern auch zahlreiche Eltern mit ihren Kindern da. Der Nachwuchs konnte im nahegelegenen Lerngarten des Quartierbüros spielen. Seit sechs Jahren existiere die grüne Oase zwischen den Wohnhäusern, erzählte Endres. Einmal pro Woche werde dort für die Grundschulkinder des Stadtteils eine Gartengemeinschaft angeboten.

Auftritt der Schönauschüler

Einen musikalischen Gruß hinterließen die Mädchen und Jungen der Schönauschule, die sich bei ihrem Chorauftritt den verdienten Applaus des Publikums abholten. Für ordentlich Feuer am Grill sorgte derweil Hans-Peter Schick. „Ich engagiere mich seit dem ersten Nachbarschaftsfest für diese Veranstaltungsreihe“, erklärte er. Es sei wichtig, etwas für das gute Wohnklima zu tun. Dass so viele Bewohner das Angebot nutzten, freue ihn daher besonders.

„Wir haben im Vorfeld der Festivität extra überall Werbung gemacht“. Dadurch locke man auch Leute aus der Wohnung, die sonst eher selten aus dem Haus gingen. Viel Lob für die Veranstaltungsidee gab es ebenso von Hildegard Schnell. Es sei doch besser, in Gemeinschaft nett zusammenzukommen, als anonym nebeneinander herzuleben, betonte sie. Deshalb sei sie schon zum zweiten Mal für Majuna (Mannheimer Jung + Alt Gemeinschaftswohnen) mit von der Partie. In diesem Jahr hatte sich Hildegard Schnell für den Posten am Kuchenbuffet entschieden.

Über mangelnde Spendenbereitschaft konnten sich die Veranstalter jedenfalls nicht beklagen. Die große Auswahl überzeugte auch das Ehepaar Birte und Calvin Veith, das sich im Seniorennetzwerk Schönau engagiert. Das Duo nutzte seine Mittagspause für einen Besuch. „Wir waren auch in den vergangenen zwei Jahren vor Ort, und es hat uns gut gefallen“, berichtete Birte Veith. Es sei doch schön, dass ein Stadtteil enger zusammenrücke. „Dafür wollen wir gernen unseren Anteil leisten“, hoben die beiden hervor.