Schönau

Schönau/Waldhof „Was ä Theater“ probt für die Premiere im Franziskussaal / Karten ab sofort erhältlich

Chaos in Kurpfälzer Dialekt

Archivartikel

Die Proben bei den Laienschauspielern von „Was ä Theater“ laufen auf Hochtouren: Mit Spaß und Disziplin werden Dialoge geübt, bis sie sitzen. Das Stück besteht aus drei Akten, von denen jeder sitzen muss. Denn schließlich soll am 21. März nächsten Jahres Premiere gefeiert werden mit dem neuen Stück „Alles fer umme – nix umsunscht“.

Proben immer dienstags

Wer den Dialekt der Mannheimer, insbesondere den der Menschen aus dem Mannheimer Norden, nicht so ganz beherrscht, der kann ja bis dahin noch üben, um den Inhalt des Stückes zu verstehen. Trotz aller Ernsthaftigkeit, mit der die Schauspielerinnen und Schauspieler hier bei der Sache sind, geht es trotzdem lustig zu in den Proberäumen auf der Schönau. Immer dienstags wird gemeinsam geübt.

Jasmin und Klaus Stahl machen seit 25 Jahren Mundarttheater. „Fast jedes Mal gehe ich ein vor lauter Lampenfieber“, sagt Jasmin Stahl und schüttelt sich ein wenig vor dem Gedanken, dass dies bald wieder ansteht. „Das ist der echte Wahnsinn“, stellt sie fest. Vielleicht liegt es daran, dass sich die Hauptdarstellerin selbst nicht den geringsten Fehler verzeiht. Vielleicht ist es aber auch so wie bei jeder professionellen Schauspielerin, die vor fast jedem Auftritt mit Lampenfieber zu kämpfen haben – sprich das ist ganz normal.

Übrigens frischen auch neue Mitglieder das Ensemble auf. So unterstützt Nicole Straten die Organisation. „Ich wollte einfach einmal sehen, wie das hier gemacht wird“, erzählt sie. Im Original heißt das neue Stück übrigens „Sommer, Sonne, Seitensprung oder inflagranti dilettanti“ und stammt von Winnie Abel. Nach der Übersetzung in kurpfälzer Dialekt darf mit einem riesigen Durcheinander auf der Bühne gerechnet werden.

Rasantes Stück

Das Stück hat aber auch einen Inhalt, von dem so viel vorab verraten wird: Bisher hatte Animateur Enzo Lavazza (Frank Kappler) das Clubhotel immer ganz gut im Griff gehabt. Das ändert sich allerdings schlagartig, als dort der halbe Waldhof und die halbe Schönau aufeinandertreffen. Claudia Hemmel (Jasmin Stahl) steht kurz vor dem Start ihres Wahlkampfs als Bürgermeisterin im Wahlkreis Waldhof und Katja Greulich (Michaela Menges), ihre beste Freundin und superreiche Gönnerin, wollten sich nur ein paar Tage so richtig austoben – so ganz ohne Freund und Ehemann versteht sich.

Da trifft auch schon die allseits bekannte Friseuse Daniela Schmidt (Manuela Offenhäuser) mit ihrem Freund Manfred (Klaus Stahl) im gleichen Hotel ein. Daniela erkennt sehr schnell, dass hier etwas vorgefallen sein muss, dem es sich lohnt nachzugehen. Brisant wird die Situation für Claudia und Katja, als Claudias Ehemann Hans-Joachim (Bernd Christensen) in Rimini auftaucht, weil ihn seine Yoga Männergruppe versetzt hat.

Viele Bekanntschaften

Enzo gerät gleichzeitig mit seinen vielen Frauenbekanntschaften mehr und mehr unter Druck. Ihm hat es die schöne Isabella (Sina Lange) angetan, die aber schon bald, wegen des Jobs, zurück ins kalte Deutschland muss. Kaum dreht sie ihm den Rücken, wendet er sich der verführerischen Marina (Sabine Kuhn) zu, die sich doch mehr erhofft als nur eine kleine Liebelei. Doch wer ist der ominöse Olaf (Frank Kappler), der durch das Hotel schleicht? Offensichtlich ist er nicht vom Waldhof. Und warum bittet er jeden um eine Schlafgelegenheit?

Mehr wird aber nicht verraten. Den Rest des Stückes müssen sich die Besucher selbst anschauen. Klaus Stahl berichtete, dass es noch für alle Vorstellungen Karten gebe. Die gesamten Einnahmen werden an eine soziale Einrichtung in Mannheim gespendet, fügt er hinzu.