Schönau

Schönau KG Grün-Weiß zieht bei Prunksitzung alle Register / Fasnachts-Urgesteine und Neueinsteiger begeistern gleichermaßen

Garden wirbeln über die Bühne

Archivartikel

Je später es bei der Prunksitzung der KG Grün-Weiß Schönau wurde, desto mehr steigerte sich die Stimmung – von Anfang bis Ende freuten sich die Gäste über einen rundum gelungenen Abend. Gleich nach dem Einmarsch des Elferrates mit Prinzessin Alexandra I. legte die Kindergarde los. Danach stieg ein altbekanntes Gesicht der Mannheimer Fasnacht, Manfred Baumann, als „Mann mit dem Koffer“ in die Bütt. Er feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bühnenjubiläum in der Fasnacht. Nicht verschont blieben Bürgerserviceleiterin Michaela Diehl und Grün-Weiß-Präsident Andreas Ellwanger beim Vortrag von Boxer und Michael von den Rohrhöfer Göggeln.

Nachwuchstalent Julia Striffler vom HCC Heidelberg erzählte, wie schon bei anderen Sitzungen, vom Urlaub in Amerika. Mit ihren gerade Mal zehn Jahren sprach sie völlig frei. Die Garde der KG Grün-Weiß Schönau zeigte zwischen den Beiträgen immer wieder gekonnt die einstudierten Tänze. In schicken grünen Kostümen, allesamt genäht von Spartenleiterin Roswitha Kamin, präsentierte die Juniorengarde den Marschtanz.

Leicht wie ein Wirbelwind und – trotz des hohen Schwierigkeitsgrads – immer mit einem Lächeln, performten Jugendtanzmariechen Isabell Streich und Aktiventanzmariechen Madlen Sardiello ihre Beiträge. Gruselig wurde es bei den „Kreaturen der Finsternis“, Celine und Lukas Meyer. Das Thema „Jim Knopf“ interpretierten die Kurpfälzer Traumtänzer.

Die Stimmung stieg noch weiter mit den Darbietungen des Fasnachts-Urgesteins Horst Karcher und dem „Newcomer“ Michael „Kossi“ Kossmann. Karcher sorgte zuerst mit seinen Schunkelrunden für beste Laune. Die heiße Phase läutete dann „Kossi“ ein, der sich als Begleiter den Vorsitzenden der Aulaner, Herbert Mies, und weitere Elferräte auf die Bühne holte. Für sie hatte er Sombreros im Gepäck. „Die schönste Stadt om Rhoi, des konn blos unsa Monnem soi“: Nicht nur mit diesem Lied schaffte er es, dass das Publikum auf Tischen und Stühlen tanzte.

Tosender Applaus für Babbel net

Nach dem Auftritt ging es weiter mit dem Duo Babbel net. „Schoppe bei Nacht, bis die Lewwa schlapp macht, weil Riesling misch so sexy macht“ – das närrische Auditorium muss solche Sprüche nur hören, da steigert sich das Lachen zum Brüllen, wenn er auf die Bühne kommt: der „Filzbacher“ alias Horst „Hotte“ Siegholt und sein Partner „Dr. Fred von der Flachzange“, Peter Karg. Immer wieder mussten beide ihren Vortrag unterbrechen, dem tosenden Applaus geschuldet. „Dr. Fred“, der sich immer noch um schwerhörige Alkoholiker kümmert, hatte so seine Probleme mit dem „Filzbacher“. Klar, dass sie ohne Zugabe die Bühne nicht verlassen konnten.

Wie bei jeder Veranstaltung zieht mit dem Stadtprinzenpaar besonderer Glanz ein. „Ich stehe hier zum dritten Mal auf der Bühne im Siedlerheim“, konnte Prinz Dirk I. vermelden. Bereits in seiner Amtszeit als Prinz der KG Narrhalla Ketsch hatte er den Grün-Weißen einen Besuch abgestattet. Prinzessin Daniela I. bedankte sich noch einmal für die vielen Spenden, die beide bisher erhalten haben.

Es ist schon Tradition, dass die Stichler aus Sandhofen am Fasnachtssamstag mit einer großen Abordnung unterwegs sind. So statteten auch sie mit ihrer Prinzessin Michelle I. dem befreundeten Verein einen Besuch ab. Mit ihnen zusammen standen die Vertreter der Aulaner und der Strosseridder auf der Bühne. Dass die Sitzung in allerbester Stimmung endete, daran hatten die Guggemusiker der Grawama Schbargelbadscha großen Anteil.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/stadtteile

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