Schönau

Schönau Bürgermeisterin Ulrike Freundlieb bei Eröffnung des 3000-Schritte-Wegs dabei / Regelmäßige Stadtteilspaziergänge

Gemeinsam auf gesundem Weg

Um gesund ins neue Jahr zu kommen, wollen die Teilnehmer der Spaziergang-Reihe „Gemeinsam unterwegs“ ab sofort einmal wöchentlich 3000 Schritte absolvieren. „Oder länger“, ließ es Heinz Nuber beim offiziellen Start auf dem Gelände des TSV Schönau offen. Immerhin haben die Organisatoren des Seniorennetzwerks Schönau auch eine längere Route abgesteckt.

Zum Auftakt ließ es sich Bürgermeisterin Ulrike Freundlieb nicht nehmen, mitzulaufen. „Das Wetter spielt mit, es ist ein schöner Herbsttag“, hatte die Dezernentin beste Rahmenbedingungen ausgemacht. Eigentlich würden von der Wissenschaft sogar 10 000 Schritte am Tag empfohlen.

Ihr Schnitt liege leider weit darunter, verriet Freundlieb. Dabei beuge Bewegung auf diesem Niveau Herzkreislaufkrankheiten vor – und sogar dem Risiko, an bestimmten Krebsarten zu erkranken. „Mein Dank geht an alle Ehrenamtlichen“, betonte Freundlieb. Mittlerweile seien mit dem Seniorennetzwerk großartige Strukturen bürgerschaftlichen Engagements entstanden.

Ein Jahr Vorbereitung liege hinter ihnen, berichtete Johanna Schmidt, Sprecherin des Netzwerks. Angestoßen wurde die Idee zu dem regelmäßigen Spaziergang vom Fachbereich Gesundheit. „Wir wollten zudem die Blumenau mit integrieren“, so Schmidt.

Zwei Routen im Angebot

Die kurze Strecke führt entlang der Bahnstrecke Richtung Blumenau bis zur Siedlung und auf dem Brockenweg zurück, erklärte Heinz Nuber. Die andere Route verläuft bis zu den Kasernen, und auf dem Viernheimer Weg geht es dann zurück Richtung Schönau. „Beide Strecken sind für Rollatoren geeignet“, meinte das Netzwerkmitglied. Darauf habe man extra geachtet, fügte Margot Massoth hinzu.

Das Angebot richtet sich an Schnell- und Langsamgeher, Rollifahrer oder Rollatorennutzer sowie Hundebesitzer und Kinderwagenschieber, fassten es die Organisatoren zusammen. Heinz Nuber zeigte sich bereits jetzt mit Blick auf die kalten Wintermonate kämpferisch: „Wir laufen, ob es schneit, regnet oder stürmt.“.

Für Johanna Schmidt ist es ebenso ein kommunikativer Spaziergang. Mit passenden Versen gab sie dem Tag eine lyrische Note. Bestens gerüstet zeigte sich gleichfalls Christian Endres vom Schönauer Caritas-Quartierbüro. „Ich habe extra Turnschuhe angezogen“, meinte er. Mit beim ersten Spaziergang dabei waren Bewohner des Hauses Miteinander. Bei der Rückkehr erwartete die Teilnehmer ein kleines Büffet.

Zudem dürfen sich die treuesten Teilnehmer über einen besonderen Anreiz freuen. „Per Stempelkarte wird die zehnte Teilnahme mit einem Gutschein für die TSV Gaststätte prämiert“, unterstrich Heinz Nuber. „Insgesamt wollen wir enger zusammenrücken“, sagte Johanna Schmidt.

So mache auch das Austauschen von Telefonnummern unter den Senioren Sinn, „um zum Beispiel reagieren zu können, wenn einer krank wird oder Hilfe benötigt“, begründete sie.

Immer donnerstagsvormittags erhalten Interessierte die Möglichkeit, sich gemeinsam mit sogenannten Bewegungsbegleitern auf den Stadtteilspaziergang zu begeben. „Das heißt, sie werden auf diesem Weg von Profis begleitet, die sie dabei unterstützen, richtig zu gehen, und Ihnen Anregungen geben, was man unterwegs machen kann, damit man seiner Gesundheit noch etwas Besseres tun kann“, freute sich Ulrike Freundlieb über diese Aktion.