Schönau

Schönau Netzwerk erfreut Senioren mit buntem Programm / Johanna Schmidt stellt Buch „Paul erforscht seine neue Welt“ vor

Hommage an den Stadtteil

Archivartikel

Wenn sich der Himmel Grau in Grau zeigt, löst dies bei Menschen mitunter eine trübsinnige Stimmung aus. Nicht so auf der Schönau: In der jährlichen Reihe „Gemeinsam gegen den Novemberblues“ konnten die Gastgeber vom Netzwerk Senioren Schönau 50 gut gelaunte Gäste im Gemeindesaal der Evangelischen Emmausgemeinde begrüßen.

Auf sie wartete nicht nur ein geselliges Beisammensein, sondern außerdem ein buntes Programm mit musikalischen und literarischen Beiträgen, Theater und Zaubereien. Die „Besucher kamen so früh, dass wir schon mal mit Kaffee und Getränken angefangen haben“, verriet Mitorganisatorin Johanna Schmidt. Sie hatte die Tische mit getrockneten Blumen aus ihrem Garten, Pfaffenhütchen vom Feld und Hopfen von ihrer Nachbarin wunderschön herbstlich gedeckt. „Die Kuchen sind alle selbst gebacken, wie immer für die Gäste kostenlos gegen eine Spende“, erklärte Schmidt. Sie dankte dem Caritasverband Mannheim, der die Veranstaltung wieder finanziell unterstützt hatte.

Mit dem Lied „Ein Leben Seite an Seite“ stimmte der Schönauer Sänger James Scholl – passend zum Netzwerk Senioren – auf den Nachmittag ein. Und weil an dem Tag auch der bundesweite Vorlesetag war, passte wiederum die selbst geschriebene Geschichte von Johanna Schmidt auch bildlich zum diesjährigen Motto „Sport und Bewegung“. Denn ihr neues Buch „Paul erforscht seine neue Welt“ – mit Zeichnungen von Edith Klebs und Fotos von Quartiermanager Christian Endres – war nicht nur „eine Hommage an den liebenswerten Stadtteil Schönau“ (so der Untertitel), sondern regte die Zuhörer auch zum Denksport und dazu an, mal selbst abzulaufen, was Hund Paul alles auf der Schönau entdeckt hat.

Magier lässt Tisch schweben

Danach amüsierten Christina Seufert und ihre Kollegin Christel Peikert mit einem „stummen Sketch“: Zwei unterschiedliche Frauen im Wartebereich der U-Bahn. Während sich die eine mit den edelsten Kosmetikartikeln und Handspiegel schminkt, schaut die andere skeptisch zu und macht dann alles nach mit Artikeln, die sie ihrem Henkelkorb entnimmt: wie beispielsweise Schuhcreme statt Wimperntusche oder Mehl statt Puder. Anschließend betrat ein junger Magier die Bühne. Linus Vollhüter bezog bei seinen Zaubereien das Publikum mit ein und brachte es am Ende zum Staunen – mit einem schwebenden Tisch. Ursula Reichert nahm das Publikum mit auf eine musikalische Ratereise. Sie spielte alte Volkslieder an, ließ die Titel erraten, und dann wurde miteinander gesungen. James Scholl schloss mit seinem wunderschön gesungenen Lied „Ich glaube . . .“ die rundum gelungene Veranstaltung ab.

Elfriede Wawszczak von der Schönau gefiel das gemütliche Beisammensein. „Sonst würden die alten Leute alle allein daheim sitzen“, meinte die 81-Jährige. Die Schönauerin Lydie Klopp (77) hatte ihre Freundin Roswitha Weinert (73)aus Käfertal mitgebracht. „Es ist so schön gemütlich – und auch das Programm ist sehr gut“, lobte sie.