Schönau

Schönau Neujahrsempfang der Kultur- und Interessengemeinschaft im Siedlerheim / Chris Rihm geht auf Mitte-Erneuerung ein

Lob für den Stadtteil-Umbau

Ein dickes Lob spendete Stadtrat Chris Rihm (CDU) beim Neujahrsempfang der Kultur- und Interessengemeinschaft (KIG) Schönau dem Vorsitzenden Willi Hamberger und seinem Team. Mit ihrer Arbeit, so Rihm in seiner Funktion als Vertreter der Stadt, leiste die KIG einen wesentlichen Beitrag für eine positive und konstruktive Stimmung im Stadtteil.

Dass es im nördlichen Vorort aufwärts geht, machte Rihm daneben an den umfangreichen städtebaulichen Umgestaltungen fest. „Die Stadt Mannheim und die GBG sind ihrer sozialen Verantwortung gerecht geworden“, blickte der Stadtrat auf den umfangreichen Umbau im Bereich Schönau-Mitte, der im vergangenen Jahr abgeschlossen werden konnte und der „soziale Mietpreise“ garantiere.

Die Maßnahme Schönau-Mitte wurde 2005 in das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ des Bundes aufgenommen. Herzstück war die Erneuerung des GBG-Wohnungsbestandes. Es wurden aber auch unter anderem Sanierung des Spielplatzes Bromberger Baumgang und Apenrader Weg sowie der Kinderhäuser Bromberger Baumgang, Johann-Schütte-Straße und Apenrader Weg unterstützt. Insgesamt wurden in den 15 Jahren fast 90 Millionen Euro in Mannheim investiert – von der Stadt, der GBG, der Caritas oder privaten Investoren.

Hamberger blickte auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres zurück – von der erfolgreichen Kerwe bis zum Weihnachtsmarkt. Er dankte allen Helfern und hob besonders Stadträtin Andrea Safferling (SPD) hervor. Sie schaffe es immer wieder, viele Menschen zur Teilnahme zu motivieren. Sehr erfreut zeige er sich auch, dass CDU-Bezirksbeirat Wilken Mampel für den Martinszug das Pferd bereitgestellt hatte.

„Manches sehen wir kommen, manches überrascht uns. Bleibt die Frage, warum haben wir es nicht kommen sehen?“ Mit diesen Worten regte Pfarrer Johannes Höflinger zum Nachdenken an – und nannte mögliche Antworten. Seiner Meinung nach sind einem oft die Hände gebunden, oder es fehlt an der Macht und den Mitteln, etwas zu ändern. Oft sei man zum Zusehen verdammt. Aber viele verteidigten auch zuerst ihre Komfortzone. Die müssten sie verlassen, wenn sie wirklich etwas ändern wollten: „Vom Besserwissen alleine ist noch nie etwas besser geworden.“

Michaela Diehl, Leiterin des Bürgerservice Nord, berichtete vom umfangreichen Aufgabenpensum der Bürgerdienste – und ging auf Neuerungen bei Kfz-Zulassung, Führerscheinumtausch und einigem mehr ein. Wie zuvor Rihm sprach sie die städtebauliche Entwicklung an. Auf die Umgestaltung der Mitte folgte bekanntlich nahtlos die Nordwest-Maßnahme, die 2027 abgeschlossen werden soll.

Narren übernehmen die Macht

Diehl ging außerdem auf den weiteren Ausbau der Kerschensteiner-Gemeinschaftsschule und die Stadtteilbibliothek ein, die in diesem Jahr in ihre neuen Räume im Johanna-Geissmar-Gymnasium einziehen soll. „Die 20er Jahre warten auf die Schönau – und wenn sie sich so weiterentwickelt, dann ist sie in zehn Jahren kaum noch wiederzuerkennen“, so ihre positive Bilanz. Außerdem warb sie für die Teilnahme am stadtweiten Frühjahrsputz, der vom 21. bis 28. März über die Bühne geht.

Über die gemeinsame Aktion der Seelsorgeeinheit Nord und der evangelischen Kirche Schönau, „Zusammenwachsen“, berichteten Uli Thomé und Anna Döbler. Für „Zusammenwachsen“ steht symbolisch das Pflanzen von Kartoffeln. Für die größte gewachsene Kartoffel von 379 Gramm wurde Günter Schweiß mit einem Pokal ausgezeichnet.

Unter großem Beifall zog ihre Lieblichkeit Christina I., „Stern des Nordens“, mit ihrer Entourage auf die Bühne – nicht zuletzt, um der Bürgerservice-Leiterin den Rathausschlüssel abzunehmen und sie damit ihrer „Macht“ zu entheben. Denn ab sofort regieren die Narren. Die Amtsgeschäfte übernehmen sie allerdings mit leerer Stadtkasse. Damit die Regierungsgeschäfte nicht ohne Geld beginnen müssen, überreichten die Vorstände der Volksbank Sandhofen, Manfred Baumann und Thomas Fleck, einen Scheck in Höhe von 222,22 Euro.

Auch die Gäste wurden gebeten, die Stadtkasse beim anschließenden Sektempfang mit Geld, das nicht klimpert, aufzufüllen. Präsident Andreas Ellwanger und der zurzeit kommissarische Vorsitzende Norbert Reigl versprachen, sich mit ihrem Gefolge und der Prinzessin wieder an der Reinigungswoche zu beteiligen.