Schönau

Schönau Rhein-Neckar-Mehrkampfmeisterschaften der Leichtathletik beim TSV / 477 Athleten aus über 20 Vereinen in der Rudolf-Maus-Straße am Start

Nachwuchs zeigt sich im Dreikampf dynamisch

Mit dem Regen kam über Mittag eine leichte Abkühlung. Zu diesem Zeitpunkt war Konkurrenz im Weitsprung bereit weit vorangeschritten. Die Teilnehmer der Leichtathletik Rhein-Neckar Mehrkampfmeisterschaften auf der Bezirkssportanlage zeigten sich jedoch wenig beeindruckt vom Wetterumschwung.

Gleiches galt für die Gastgeber vom TSV Schönau. Das Wetter sei zwar nicht optimal, bedauerte Michael Schmitt. Aber ein bisschen Regen mache Sportlern nichts aus, versicherte der Abteilungsleiter der Leichtathleten beim TSV. „Solange es nicht blitzt und donnert, ist alles im Rahmen“, betonte er.

Während am Vormittag die älteren Jahrgänge gestarten waren, zogen am Nachmittag die Kleinsten nach. Die 477 Athleten aus über 20 Vereinen im Alter zwischen 6 und 15 Jahren bedeuteten für die Gastgeber eine echte Herausforderung. „Wir haben hier fast 60 Ehrenamtliche im Einsatz“, meinte Schmitt, der dies als Chance sah. „Publikum ist wichtig“, erklärte er. Schließlich wolle niemand eine Geisterveranstaltung.

Dass so viele Eltern den Weg in die Rudolf-Maus-Straße gefunden hatten, stimme ihn froh, weil es für Sportler unheimlich wichtig sei, angefeuert zu werden. „Zudem können wir uns als Gastgeber über einen Umsatz beim Essensverkauf freuen“, so Schmitt. Entsprechende Einnahmen seien für den TSV überlebensnotwendig.

Spannung boten in jedem Fall die vom Nachwuchs präsentierten Leistungen. Bei den Kleinsten garantierte der Dreikampf aus 50 Meter Sprint, Weitsprung und Ballweitwurf eine ausgeglichene Konkurrenz. Im Vierkampf der Älteren sorgte im Anschluss nicht nur der 100-Meter-Sprint für spannende Duelle. Auch beim Weitsprung, Hochsprung und Kugelstoßen zeigte sich der Nachwuchs dynamisch.

Tatjana von der LG Kurpfalz ist seit sieben Jahren bei ihrem Verein. Bei diesen Meisterschaften starte sie allerdings zum ersten Mal. „Wir trainieren zwei Mal die Woche“, berichtete die Zwölfjährige. Sport mache Spaß. Es sei zudem ein tolles Gefühl, erfolgreich zu sein. „Ich durfte schon einige Male auf dem Siegertreppchen stehen.“ Ihre Freundin Pauline ist im gleichen Verein aktiv. Sie sei über ihren Opa zur Leichtathletik gekommen. Das sportliche Talent liege eben in der Familie, so die Zwölfjährige. „Ich sprinte gerne über längere Strecken.“ Die 400 Meter seien ihre Lieblingsdisziplin. Im Training laufe sie auch gerne die 500 Meter.

Für das kommende Jahr planen die Gastgeber des TSV eine Fortsetzung der Mehrkampfmeisterschaften auf der Bezirkssportanlage. Die Wettkämpfe seien schließlich eine sehr gute Plattform, um den Verein professionell zu präsentieren, so Michael Schmitt. „Das bedeutet für uns einen enormen Imagegewinn.“ Und darüber hinaus mache es Spaß. jba