Schönau

Schönau Kulturgemeinschaft bereitet Traditionstermin vor

Profis nutzen den Kamineffekt

Um ein Martinsfeuer im kühlen Herbst hell erstrahlen zu lassen, braucht es schon Geschick in der Vorbereitung der Feuerstätte. Für die Kultur- und Interessengemeinschaft Mannheim Schönau (KIG) übernahm dafür Bubi Arndt die Verantwortung. Für den Martinsumzug in seinem Stadtteil hatte er das Holz nach Vorbild eines Kamins geschichtet. "Damit am Ende viel Luft rankommt und das Feuer ordentlich zündelt", erläuterte er.

Die Scheite stammten aus Restholzbeständen, "die aus den Kulissenarbeiten beispielsweise für die Fasnacht übriggeblieben waren", verriet das KIG-Mitglied. Die Scheite seien allesamt unbehandelt, betonte Arndt: "Darauf achte ich stets." 70 Kilo Holz hatte er für das Martinsfeuer zurückgelegt. Das sorgte für eine tolle Flamme vor dem Siedlerheim.

Posaunenchor stimmt ein

Aber auch die Kerzenlichter und Laternen der Teilnehmer garantierten einen hellen Schein an diesem dunklen Novemberabend. Musikalisch stimmte der Posaunenchor der evangelischen Gemeinde auf den Umzug ein. Anna Döbler und Doris Wagner hatten jede Menge Würstchen und Brezeln auf Lager, um die Besucher zu stärken. Carmen Hamberger und Roswitha Weinert schenkten Glühwein aus.

Die Geschichte des heiligen Martin brachte Christa Zuber zu Gehör. "Im vergangenen Jahr konnten wir rund 500 Besucher begrüßen", sagte Willi Hamberger. Doch zu diesem Zeitpunkt sei das Wetter deutlich besser gewesen, so der KIG- Vorsitzende. Vom Nieselregen wollte sich Lisa Persch jedenfalls nicht von einer Teilnahme abbringen lassen. "Wir sind in jedem Jahr mit den Kindern bei den Martinsumzügen dabei", berichtete sie. "Da wir ursprünglich aus Sandhofen kommen, wechseln wir immer zwischen den Stadtteilen." In diesem Jahr sei der Umzug auf der Schönau dran. jba