Schönau

Schönau Stadtteil-Politiker thematisieren das Vorgehen auf dem Coleman-Areal / Naturschutz „auf einem guten Weg“

Regelmäßige Pflegemaßnahmen vor Ort

Archivartikel

Das Naturschutzgebiet auf dem Coleman-Areal ist laut Angaben der Stadt in einem guten Zustand. Das erfuhren Politiker und Bürger bei der jüngsten Bezirksbeiratssitzung im Emmaussaal. Zum Verbleib der US-Armee gab es bei dem Termin allerdings keine Informationen. Das Innenministerium des Landes hatte zuletzt ein Ankunftszentrum in Heidelberg empfohlen und Coleman als ungeeignet hierfür bewertet (wir berichteten).

„Wir haben leider noch keinen neuen Sachstand darüber, dass in nächster Zeit irgendeine Veränderung auf Coleman ansteht“, berichtete Klaus Jürgen Ammer vom Fachbereich Stadtplanung der Stadt Mannheim. Eine Anfrage der Stadt bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben habe ebenfalls keine neuen Erkenntnisse erbracht. „Die US-Streitkräfte sind hier, und wir gehen davon aus, dass sie auch hier bleiben. Ob sich das kurz- mittel- oder langfristig ändert, das können wir nicht sagen“, so Ammer.

Jens Hildebrandt von der Stadtverwaltung berichtete, dass die Unterbringung von Flüchtlingen Landesaufgabe sei: „Das Innenministerium hat uns bestätigt, dass weder Coleman noch ein anderer Standort in Mannheim für eine Unterbringung geplant ist. An diesem Status quo wird sich nichts ändern.“ Mannheim bleibe eine Erstaufnahmeeinrichtung in der Industrie-/Pyramidenstraße: „Wir haben keine dauerhafte Unterbringung sicherzustellen, können aber wenig sagen, außer dass die Unterbringung auf Coleman vom Tisch ist.“ Wann ein Ankunftszentrum in Heidelberg in Betrieb genommen werde, sei der Stadt Mannheim ebenfalls nicht bekannt.

Beseitigung der Kreuzkräuter

Roland Köhler vom städtischen Fachbereich Grünflächen und Umwelt bezeichnete den Zustand des Naturschutzgebietes auf Coleman als „gut“: Mindestens einmal im Jahr gebe es Besichtigungen, die von den Streitkräften problemlos zugelassen würden. Der Pflegeplan werde unter fachlicher Begleitung der unteren Naturschutzbehörde beim Fachbereich Grünflächen und Umwelt umgesetzt: „Mit den Pflegemaßnahmen ist ein externes Fachbüro beauftragt“, so Köhler.

Bei der letzten Begehung des Areals im September sei es vor allem um aktuelle Maßnahmen gegangen: „Die Freistellung der wertvollen Sandrasenflächen und die Beseitigung der Kreuzkräuter.“ Köhler resümierte: „Wir sind aus Naturschutz-Sicht auf einem guten Weg.“