Schönau

Schönau Die KG Grün-Weiß zieht bei der Prunksitzung im Kulturzentrum alle Register / Büttenredner provozieren Lachtränen im Publikum

Traumtänzer bauen Menschenpyramide

„59 Jahre blühende Fantasie“. Unter diesem Motto feierte die KG Grün- Weiß Schönau in diesem Jahr ihre Prunksitzung im Kulturzentrum des Stadtteils. Gleich am Anfang durften sich die Besucher von ihren Plätzen erheben, um sowohl das Stadtprinzenpaar Miriam I. und Marcus I. als auch die Lieblichkeit der KG Grün-Weiß, Astrid I. vom Regenbogenland, zu begrüßen.

Manfred Baumann, bekannt als „der Mann mit dem Koffer“, war der Erste, der in der Bütt mit seinem Vortrag für Lacher sorgte. Als Boxer + Michael sind Eckard Güttler und Michael Luksch vom Verein „Rohrhöfer Göggel“ schon seit Jahren ein fester Programmpunkt bei den Sitzungen. Von der Siedlergemeinschaft Schönau stieg Norbert Pfeil in seiner Paraderolle „Schorsch aus Schlickefischbach“ in die Bütt. Das „Mitleid“ des närrischen Auditoriums, als er von seiner „schweren“ Jugend berichtete, war ihm sicher.

Männerballett kommt gut an

Zwischen den Auftritten zeigte die Garde, was in ihr steckt. Den Anfang machte die Kindergarde als „Schlümpfe“ – sehr zur Freude der Besucher und begleitet von viel Applaus. „Hexen hexen“ zeigten Isabel Streich und Madlen Sardiello – und sie wirbelten dabei genauso leichtfüßig über die Bühne wie Juniorentanzmariechen Celine Meyer und die Offiziersgarde.

Etwas fürs Auge zu zeigen, dafür war das Männerballett „die Traumtänzer“ zuständig. Nach großem Applaus war klar, dass sie ohne die geforderte Zugabe die Bühne nicht verlassen durften. Mit „Jeder neue Schoppen ist wie ein neues Leben, na na na na na na“ zogen Horst „Hotte“ Siegholt und Pit Karg in die Narhalla ein. Der Kokolores des Duos Babbel net(t) begeisterte die Narren. Dr. Fred von der Flachzange (Pit Karg) und der Filzbacher (Hotte Siegholt) provozierten bei den Gästen die ersten wirklichen Brüller des Abends. Nein: Hotte bräuchte eigentlich keinen Text. Schon alleine seine Mimik sorgt dafür, dass das Publikum in schallendes Gelächter ausbricht.

Vor dem Duo war mit dem „Mann mit der Quetsch“, Horst Karcher, beste musikalische Stimmung geboten. Keine Chance bestand für ihn, die Bühne zu verlassen, ohne „Puddelnackisch“ zum Besten zu geben.

Ärger über Störenfriede

Nach den Vorführungen der Protagonisten zogen Abordnungen der befreundeten Vereine „Die Strosseridder“ und „Stichler“ mit ihrer Prinzessin Anja III. von Klang und Gesang noch vor dem Schlussbild auf die Bühne ein. Nicht nur am Ende wurde es im Saal mit der Guggemusik „Grawama Schbargelbadscha“ laut – das war ja so geplant. Aber als unhöflich vor allem gegenüber den Akteuren auf der Bühne und den Veranstaltern empfanden viele die ständige laute Unterhaltung auf manchen Plätzen. Egal, ob das Publikum im Saal der Sitzung folgen wollte oder Akteure auf der Bühne um Ruhe baten – alle Appelle waren vergebliche Liebesmüh.

Trotz der Störenfriede war die Stimmung im Saal, zumindest bei den Gästen auf den vorderen Plätzen, sehr gut. Die vielen geforderten Raketen an dem Abend zeigten, dass sich das Publikum gut amüsierte.