Schönau

Schönau Oberbürgermeister Kurz übergibt den Lena-Maurer-Platz seiner Bestimmung / Nach dem Stadterneuerungsprogramm Mitte folgt nun der Bereich Nordwest

„Wird Schönau weiter voranbringen“

Archivartikel

Als eine „Bereicherung für die Schönau“ bezeichnete Oberbürgermeister Peter Kurz den fertiggestellten Lena-Maurer-Platz. Nach dem Abschluss des zweiten Bauabschnittes im Bereich des Bunkereingangs übergab Kurz das Areal nun seiner Bestimmung. Der eigentliche Platz war bereits 2013 mit dem ersten Bauabschnitt fertiggestellt worden.

Ein Baustein von vielen

„Das hier ist nur ein Baustein von vielen, die in den letzten 14 Jahren hier geschehen sind“, sagte kurz zu den zahlreichen Investitionen der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme Schönau-Mitte, die mit dem Bereich vor dem Bunkereingang kurz vor ihrem Abschluss steht. Insgesamt hatten Stadt und GBG 60 Millionen Euro in den Stadtteil investiert. Das Projekt soll im Frühjahr 2019 planmäßig abgeschlossen sein, wenn die letzten Wohnungen der GBG saniert sind.

„Aus meiner Sicht hat sich der Stadtteil grundlegend verändert“, so Kurz in seiner Ansprache. Parallel sei zudem stark in die Schullandschaft des Vororts investiert worden: „Es gibt kaum einen Stadtteil, der eine derart hervorragende Ausstattung hat“, so Kurz. Das habe Ausstrahlung auf die gesamte Stadt, sagte der Oberbürgermeister vor Vertretern aus Politik, Vereinen, Organisationen, Kirchen und Verbänden.

Die Schönauschule hob Kurz in seiner Rede besonders hervor, aber auch die Kerschensteinerschule: „Außerdem gibt es noch das exzellente Gymnasium mit einem sehr guten Ruf.“ Trotz der Veränderungen gebe es im Stadtteil noch ein gutes Mietniveau.

Kritik übte Kurz an der überregionalen Presse: „Wenn da über die Schönau berichtet wird, dann sieht das immer so aus, als brennen in Frankreich die Mülltonnen. Dabei ist die Schönau ein hochattraktiver Stadtteil, auch für Familien mit Kindern“, sagte Kurz.

Kein vergessener Stadtteil

Nach dem Abschluss der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme Schönau-Mitte folge nun der Bereich Schönau-Nordwest: „Wir haben ein Programm vor uns, das noch größer ist als das der vergangenen zehn Jahre. „In diese Sanierung werden sogar 135 Millionen Euro gesteckt“, so Kurz. „Das wird die Schönau noch weiter voranbringen. Und wir hoffen, dass diese Art der Debatten über die Schönau, die wir in Deutschland über den Stadtteil hören, dann der Vergangenheit angehören.“ Das neue Programm werde den Stadtteil in den nächsten zehn Jahren beschäftigen und einen wichtigen Beitrag für die Schönau leisten.

Niemand, so Kurz, könne sagen, dass die Schönau ein vergessener Stadtteil sei: „Es ist der Stadtteil, in den das meiste Geld geflossen sei, aber das war auch nötig.“ Kurz zeigte sich stolz über die Schönau und blicke optimistisch in die Zukunft.

Akteure aus dem Vorort untermalten die Übergabe des Platzes an die Bevölkerung. Vertreter des Bezirksbeirats und der Interessengemeinschaft Nordkultur (IGN) hatten neben Spaß mit der Hüpfburg des Arbeiter-Samariter-Bundes auch Speisen und Getränken organisiert. Die Schönauer Buwe sangen einige Stücke, zudem spielten die Rhythmusagenten mit Karl-Christian Schroff von der IGN. Auch James Scholl sowie die Bands Gosh, Yellow und Sleepwalker trugen zum Programm bei, das bis in die Abendstunden dauerte.

Dank an Mitstreiter

Für die IGN dankte Schroff dem städtischen Fachbereich Tiefbau, vor allem Birgit Steinmaßl und Jörg Ackermann. Sein Dank galt außerdem Ideengeber James Scholl, der den Einfall für die Bühne am Bunkereingang hatte. Diese Idee sei dann in den Bezirksbeirat hereingetragen worden. Der Gemeinderat habe sich der Sache anschließend angenommen: „Federführend war Andrea Safferling dabei“, so Schroff. Er lobte vor allem den Einsatz des Bezirksbeirats um Bernhard Höllriegl und die IGN.