Schönau

Schönau Gesundheitstag im Caritaszentrum „Guter Hirte“ / Seniorennetzwerk bietet Fülle von Informationen / Vorträge zu Hilfsangeboten

Ziel ist das selbstbestimmte Leben im Alter

Archivartikel

Aufklärung über eine Fülle von Themen und Hilfe zur Selbsthilfe: Der sechste Schönauer Gesundheitstag fand in diesem Jahr nicht im Siedlerheim, sondern im Foyer des Caritaszentrums „Guter Hirte“ im Gryphiusweg statt. Einrichtungsleiterin Simona Abel begrüßte zusammen mit Johanna Schmitt und Birte Veith vom Netzwerk der Senioren die interessierten Gäste.

Stadtrat Dirk Grunert ging als Vertreter von Verwaltung und Gemeinderat darauf ein, dass die Schönau sich durch die städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen stark verändert habe – und zwar nicht nur beim Wohnen. Zu den Erfolgen des Konzepts zählte er auch neue Teilhabemöglichkeiten und die Grünflächen, die das Wohnumfeld angenehmer machen. Grunert dankte Ausstellern und Vortragenden, insbesondere aber Christian Endres vom Caritas-Quartierbüro.

Wichtig bei diesem Gesundheitstag war nicht nur die Aufklärung über neue Medikamente. Fabian Klenk von dem auf der Schönau ansässigen Dienst „Pflege im Quadrat“ informierte unter dem Stichwort „ambulant vor stationär“. Dahinter steht die Frage: Wie lässt sich ein selbstbestimmtes Leben so lange wie möglich in der eigenen Wohnung führen?

Klenk ging auf die Unterstützungsmöglichkeiten ein, etwas das Verpflichten einer 24-Stunden-Kraft. Die Ausgaben dafür seien unterschiedlich, im Grunde aber für Angehörige kostengünstiger als ein Platz in einem Pflegeheim. Über die Pflege zu Hause klärte auch Sophia Lange vom Geriatrischem Zentrum des Uniklinikums Mannheim auf.

Das richtige Anwenden der vom Arzt verschriebenen Medikamente ist nicht immer leicht. Hilfestellung dazu gab Andreas Mächerlein von der Bären-Apotheke. Eine große Hilfe für Senioren ist der Hausnotruf, den zu ihrer Sicherheit viele bereits am Handgelenk tragen. Fragen dazu beantwortete Christian Wurz vom Maltester Hilfsdienst.

Umgang mit digitalen Medien

Zur Vielfalt an Informationen gehörte die Aufklärung über Hilfsmittel, die die Bewältigung des Alltags erleichtern sollen. Mitglieder von Youngcaritas helfen Älteren beim Umgang mit digitalen Medien, erläuterte Franziska Buckenmaier. Über Augengesundheit referierten Refika Kilic und Johanna Schmidt. Auf die Bedeutung eines Gartens für „Körper, Geist und Seele“ ging Ulrike Reutter vom Gemeinschaftswerk Arbeit und Umwelt ein, das den Zentralen Mannheimer Lehrgarten betreibt. Über das Otto-Bauder-Haus, das Pflegeheim der AWO, gab Einrichtungsleiterin Jutta Schillinger Auskunft. Studierende der Pädagogischen Hochschule Heidelberg stellten ihr Projekt zur Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil vor. Die Kerschensteiner Schülerfirma „Snacks for you“ sorgte zwischendurch für Stärkungen.

Auf das neue Konzept des Gesundheitstags ging Christian Endres ein „Wichtig war es für uns, dass wir im Hause der Caritas auf Standgebühren der Aussteller verzichten konnten“, sagte er. eng