Schriesheim

Schriesheim Ab 19. August werden Teile von Bahnhofstraße und Kehlweg aufgerissen

30 Haushalte sind betroffen

Am kommenden Montag wird es ernst: Ab 19. August stehen Bauarbeiten in gleich zwei Straßen derSchriesheimer Kernstadt an. Die Verwaltung und die kommunale Wasserversorgungs- und Entsorgungsgesellschaft (WVE) teilen das Vorhaben in drei Abschnitte ein.

Los geht es mit Kanalbauarbeiten in der Bahnhofstraße. „Hier ist eine geschlossene Sanierung nicht möglich“, sagt Bauleiter Uwe Gerlitz vom Hirschberger Ingenieurbüro Schulz.

Undichte Kanäle

Heißt, dass der Asphalt zwischen Heidelberger und Oberer Bergstraße aufgerissen werden muss, um zunächst die 60 bis 70 Jahre alten, an mehreren Stellen undichten Kanäle zu entfernen. Wenn Wasser- und Abwasserleitungen hier erneuert sind, wird die Straße erst einmal wieder geschlossen, später sind Strom, Gas und Telefon an der Reihe; Glasfaserkabel, erklärt Klaus Groher von der WVE, seien hier bereits verlegt worden. Der zweite Bauabschnitt betrifft den Kehlweg, ebenfalls zwischen Heidelberger und Oberer Bergstraße: Auch hier werden Kanäle und Leitungen erneuert, zusätzlich wird noch eine neue Straßenbeleuchtung geplant. Wenn die Kanal- und Wasserleitungen im ersten Abschnitt fertig sind, soll es im zweiten Abschnitt losgehen, erklärt Gerlitz: „Das läuft kurzfristig parallel.“

Im dritten Abschnitt geht es wieder um den Kehlweg, diesmal zwischen Oberer Berg- und Panoramastraße. Wie schnell die einzelnen Bereiche abgearbeitet sind, hänge vom Wetter ab, sagt Sascha Rudolph, der von Seiten der Stadt zum Termin vor Ort gekommen ist: „Wir wissen ja nie, wie der Winter wird.“ Geplant ist jedenfalls, dass alles bis Mathaisemarkt 2020 fertig ist.

Doch auch das Straßenfest Anfang September ist ein Thema beim „MM“-Gespräch; dazu sagt Horst Meiser vom Bauamt: „Der Marktbereich beim Flohmarkt ist nicht betroffen.“ Allerdings ist der Kehlweg oberhalb der Heidelberger Straße dicht und wird mit Schutzzäunen abgesperrt, erklärt er: „Die Kreuzung wird aber immer frei sein.“ Und auch der Gehweg soll zu Beginn der Kanalbauarbeiten erhalten bleiben, ergänzt Groher. Erst, wenn die Hausanschlüsse gemacht würden, soll es Gräben in den Gehwegen und „punktuell Fußgängerbrücken“ geben. Am Ende wird alles wieder zugeschüttet, und die betroffenen Straßen sollen eine komplett neue Decke erhalten.

„Wir haben die Anwohner informiert“, sagt Sezer Eroglu von der Waibstadter Baufirma Hauck, die die Arbeiten vornimmt. Schon vor ein paar Wochen gab es eine Informationsveranstaltung, jetzt verteilt er Flugblätter mit Telefonnummern und betont: „Wir gehen auf die Wünsche der Bewohner ein, sei es ein Umzug oder auch mal ein Großeinkauf. Da müssen sie sich keine Sorgen machen.“

Kosten von 1,2 Millionen Euro

Etwa 30 Haushalte sind insgesamt von der Maßnahme betroffen; in den Sommermonaten soll von 7 bis 17 Uhr, während der Winterzeit von 8 bis 16 Uhr auf der Baustelle geschafft werden. Hausanschlüsse, erklärt Groher, würden bis zur Grundstücksgrenze, nach Vereinbarung mit den Eigentümern auch weiter verlegt. Insgesamt kostet das Ganze 1,2 Millionen Euro, die Hälfte trägt die Stadt, die andere Hälfte die WVE.

Wenn kommendes Jahr alles fertig ist, planen die Verantwortlichen noch einen weiteren Bauabschnitt. „Irgendwann 2020“, sagt Gerlitz, soll auch im Großen Mönch die Straße aufgegraben werden: „Aber das ist jetzt noch nicht dran.“ stk