Schriesheim

Schriesheim Bürger und Vereine spenden 5318 Euro

443 Bäume gegen das Waldsterben - Schriesheimer Bürger und Vereine spenden

CDU-Ortsverbandsvorsitzende und Stadträtin Christiane Haase ist „total überrascht über den tollen Erfolg unserer Baumspende-Aktion“. Und auch Schriesheims Bürgermeister Hansjörg Höfer (Grüne) lobt „die tolle Aktion der CDU gegen das Waldsterben durch Dürre und Borkenkäfer“ auf der Gemarkung der Gemeinde. Innerhalb nur eines Monats sind im Oktober durch Spenden 5318 Euro zusammengekommen, die jetzt für Setzlinge im Schriesheimer Wald ausgegeben werden können.

Jetzt übergab Christiane Haase den Scheck an den Bürgermeister. Rein rechnerisch reicht die Summe für 443 neue Bäume. Doch da jetzt umgehend zehn größere und teure Eichen im weiten Tal gepflanzt werden sollen, wird das Geld für Roteichen und Linden im Hermannsgrund sowie Buchen und Lärchen im Hagelsgrund etwas weniger. Die Setzlinge sollen auch erst im März/April gepflanzt werden.

Mit der Natur verbunden

„Die Schriesheimer sind halt mit der Natur verbunden und nutzen gerade in der Corona-Zeit den Wald, der so viel Ruhe ausstrahlt und Trost spenden kann“, schwärmt Politikerin Haase vom Engagement ihrer Mitbürger. Einzelpersonen, Familien, aber auch Vereine und Ladenburger hätten sich an der Aktion beteiligt, zahlreiche Mails geschrieben oder sich sogar telefonisch bei der CDU gemeldet.

Minimum zwölf Euro für einen Baum, der Odenwaldklub habe sogar mit 480 Euro den höchsten Betrag unter den Vereinen gespendet – „eine tolle Resonanz mit einem überwältigenden Ergebnis“, hebt die Christdemokratin hervor. Zusammen mit den Förstern Walter Pfefferle und Michael Jakob sei die Aktion initiiert und anschließend die Pflanzungen geplant worden.

Holz als Baustoff der Zukunft

„Der Wald liegt den Menschen halt am Herzen und muss eine Zukunft haben“, betont Bürgermeister Höfer. Und natürlich sehe auch der Forsthaushalt der Stadt Geld für Neupflanzungen zur „Naturverjüngung“ und gegen die Schäden durch drohende Trockenheit und Dürre vor. 70 bis 80 Prozent des Waldes auf Schriesheimer Gemarkung sei Mischwald. „Und etwa 100 000 Festmeter werden jährlich für die Forstwirtschaft genutzt. Holz ist als nachwachsender Rohstoff der Baustoff für die Zukunft“, erklärt der Bürgermeister. Die nächste Baumspenden-Aktion ist schon in Arbeit. So könnte bald für jedes Neugeborene in Schriesheim oder jeden Neubürger ein Baum gepflanzt werden.