Schriesheim

Schriesheim CDU/CSU-Fraktionsvize Stephan Harbarth zu Gast

Abstecher in der Heimatstadt

Archivartikel

„Ich habe einen ganz besonderen Bezug zur Stadt Schriesheim“, begrüßt Stephan Harbarth, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, die Gäste seiner Veranstaltung. Dieser Besuch sei für ihn ein „Back to the Roots“, schließlich ist der Politiker hier aufgewachsen. „Und obwohl ich schon seit einigen Jahren nicht mehr hier lebe, fühle ich mich Schriesheim noch immer sehr verbunden“, bekennt er.

An diesem Abend steht ihm außerdem die CDU-Landtagsabgeordnete Julia Philippi zur Seite – an sie werden landesspezifische Fragen weitergegeben. Bevor eine hitzige Fragerunde beginnt, geht der Bundespolitiker einen Schritt zurück und lässt die Bundestagswahlen sowie den langen Weg zum Koalitionsvertrag Revue passieren.

Schulz immer „falsch abgebogen“

Anschaulich schildert er hierbei den schwierigen Kurs der Sozialdemokraten. Nach Harbarths Meinung ist SPD-Spitzenmann Martin Schulz „einfach an jeder politischen Weggabelung falsch abgebogen“: „Die einzigen, die regieren wollen, sind die Grünen und wir“, formuliert er.

An diesem Abend konzentriert sich Harbarth aber nicht allein auf die Missstände in der SPD, sondern geht auch auf Themen ein, die die Union betreffen. Dazu gehören Migration und Integration in Deutschland – ein Thema, das auch in Schriesheim bewegt. „Hier haben wir im Vergleich zur SPD unsere Handschrift, nämlich eine Zuwanderungsgrenze, durchgesetzt“, erklärt Harbarth. Die CDU wolle die Zahl der Einwanderer deutlich reduzieren: „Da muss man an den europäischen Außengrenzen beginnen.“

Klaus Reinhardt, ehemaliger Lehrer am Kurpfalz-Gymnasium, äußert bezüglich der Flüchtlingspolitik Sorgen. Er kümmert sich seit einigen Jahren um Asylsuchende, doch immer wieder scheitert die Arbeitssuche. „Warum können wir Leute, die arbeiten wollen, nicht integrieren?“ „Das ist nicht leicht zu beantworten“, findet Harbarth. Die Vorstellung, es kämen vor allem Fachkräfte, verdiene ein dickes Fragezeichen.

Auch das Thema der Infrastruktur bewegt die Bürger. Da in der Region momentan an allen Stellen gebaut wird, stößt dieses Problem auf aufgeheizte Gemüter. „Es sollte rund um die Uhr gebaut werden, damit das Ganze schneller geht“, findet ein Gast. Und Harbarth stimmt ihm dabei vollkommen zu.

Und er gibt weiter an Julia Philippi. Sie soll sich in Stuttgart erkundigen, woran es in Baden-Württemberg hapert. Schließlich werde in Bayern auf Baustellen auch Tag und Nacht gewerkelt. niz