Schriesheim

Schriesheim 11. Jugend-Kart-Slalom Meisterschaften des ADAC Nordbaden / 90 Sträucher gegen den Lärm gepflanzt

Altenbacher auf dem Siegertreppchen

Archivartikel

Für die Austragung der 11. ADAC Jugend-Kart-Slalom Meisterschaften auf dem Gelände hatte sich der MSC Altenbach mächtig ins Zeug gelegt. Die Mitglieder hatten nicht nur die Rallye Strecke für den Meisterschaftslauf vorbereitet, auch der angrenzende Lärmschutzwall zur Tennisanlage hin war mit 90 Sträuchern bepflanzt. Damit erfüllte der Motorsportclub eine weitere Maßnahme zum geforderten Lärmschutz.

Wie vom Vorsitzenden Willi Barteldes zu erfahren war, haben die neu angeschafften Karts mit ihrem schalldämpfenden Auspuff die Lärmkulisse weiter eingeschränkt. Also war für diesen großen Tag alles bestens organisiert, nur das Wetter erwies sich als unzuverlässig.

Auf alles vorbereitet

Vorausgesagt waren Unwetter mit Sturmböen und Überschwemmungen. „Auch da waren wir vorbereitet“, berichtete der Vorsitzende. So sei man mit dem benachbarten Verein überein gekommen, dass im Falle von Regen die Besucher im Vereinsheim Platz finden. „Bei Regen müssen wir das Turnier noch nicht abblasen, da werden die Karts mit Regenreifen bestückt“, erläuterte er. Doch bei einem Unwetter müsse man den Lauf aus Sicherheitsgründen Lauf absagen. Doch soweit kam es zur Freude der Veranstalter, dem MSC Altenbach, dann doch nicht. Zu diesem wichtigen Rennen, ausgerichtet vom ADAC Nordbaden, der auch die Karts für eine Chancengleichheit bereit gestellt hatte, hatten sich 73 Ortsverbände angemeldet. Diese schickten ihre Fahrer in der Klasse K0 (8 Jahre) bis zur Klasse K5 (10 bis 18 Jahre) auf die Strecke. Hektisches Treiben herrschte in den jeweiligen Fahrerlagern, dort bekamen die Nachwuchs-Formel I-Fahrer von ihren Trainern letzte Instruktionen. Möglichst schnell und fehlerfrei zu bewältigen war ein gut über 500 Meter langer und sehr kurvenreicher, eng gesteckter Parcours. Jeder umgerissene Pylon brachte zwei Strafpunkte ein. Um die Strecke und die Fahrer auch gut im Auge zu behalten, saß die Jury, darunter ein neutraler Schiedsrichter, in einem Bauwagen. Auf der Strecke waren Streckenposten postiert, um die umgenieteten Pylone der Fahrer zu dokumentieren und die Fehlerpunkte der Jury auf hochgehobenen Tafeln zu zeigen. Doch bevor die Piloten auf die Strecke gingen, durften sie gemeinsam mit ihren Trainern die gesamte Strecke ablaufen. „Das ist wichtig, damit sie Schwierigkeiten und den Aufbau erkennen, da sie das beim Fahren im Kart nicht einsehen können“, ging Barteldes auf das Procedere ein.

Nach zwei Probeläufen ging es ans Eingemachte. Die Teilnehmer genossen es regelrecht, angefeuert vom Publikum, sich dem Geschwindigkeitsrausch hinzugeben. So ging es Schlag auf Schlag, kaum fuhr einer in die Zielgerade, schon setzte sein Nachfolger seinen Helm auf, bestieg das Kart und trat das Gaspedal bis zum Anschlag durch.

Fuhren in der Klasse K0 keine Altenbacher Piloten mit, so standen in der Klasse K2 mit Louis D’antoni (Platz 1), Leonardo Pereira (Platz 2) und Tim Mangei (Platz 3) gleich drei Altenbacher auf dem Treppchen.

In der Klasse K4 schaffte Tom Krämer einen zweiten Platz. Mit Robin Böhm schickte der MSC Altenbach seinen deutschen Vizemeister ins Rennen. Das Team um dem MSC Altenbach versorgte die Zuschauer mit Kaffee, Kuchen und Torten und auch für den großen Appetit war bestens gesorgt.