Schriesheim

Schriesheim Ferienspaß bei der Altenbacher Feuerwehr

Altes Auto begeistert vor allem die Jungs

Elias (7) ist skeptisch. „Mit dem kann man echt alle Waldwege befahren?“, fragt er ungläubig den Kommandanten der Altenbacher Feuerwehr, Daniel Hermann. Mit großen Augen bewundern die sechs Kinder aus Altenbach beim Ferienspiel das Feuerwehrauto, das mit seinen 32 Jahren in die Kategorie Oldtimer fällt.

Elias, der aus London angereist war, um im idyllischen Altenbach seine Ferien zu verbringen, ist von dem Fahrzeug jedenfalls begeistert. „So etwas habe ich in London noch nie gesehen“, bestätigt er. Auch die anderen drei Jungs sind angetan, während die beiden Mädchen eher unbeeindruckt daneben stehen. Hermann nennt den Oldie „das beste Fahrzeug“ im Fuhrpark, schließlich könne man mit ihm bei Waldbränden auch unzugängliche Wege befahren. Der zehnjährige Jungfeuerwehrmann Simon mahnt seine Altersgenossen, nur „weit weg von Bäumen“ ein Lagerfeuer zu errichten. Mit seinem Wissen unterstützt er an diesem Tag den Kommandanten. Natürlich kommt dann auch gleich die nächste Frage: „Nehmen wir das Fahrzeug für die Fahrt durch Altenbach?“ Diesen Wunsch muss Hermann allerdings ausschlagen, weil es in dem alten Wagen keine Gurte gebe.

Doch schnell richtet sich die Aufmerksamkeit der Kinder auf ein Hightech-Gerät: die Wärmebildkamera. Hermann erklärt, dass man damit Personen in einem brennenden Gebäude finden und sich in verrauchten Räumen orientieren könne. Zum Beweis wird ein Stück Papier entzündet und die Wärmebildkamera darauf gerichtet. Jetzt sehen die Kinder, wie ein roter Bereich im Sichtfeld der Kamera erscheint.

Ohne Blaulicht durch den Ort

„Das Feuer hat jetzt eine Hitze von 413 Grad“, erläutert der Kommandant. Auch über Atemschutzgeräte hören die Kinder viel Interessantes, etwa wie lange der Sauerstoff reicht und wie lange ein Feuerwehrmann das Gerät tragen kann.

Nach so viel Theorie geht es an die Praxis. Vor dem Gerätehaus und auf dem Schulhof sind sieben Stationen zu bewältigen. Mittels eines Schwamms muss beispielsweise Wasser von einem Kübel in den anderen gefüllt werden, außerdem dürfen die Kinder ein Papphaus löschen. Nach dem gemeinsamen Essen geht es dann – ohne Sirene und Blaulicht – mit dem Feuerwehrauto durch den Ort. greg