Schriesheim

Schriesheim Bericht des Badischen Winzerkellers

Am 21. August wird der erste Federweiße gelesen

Eckart Escher, Vorstand vom Badischen Winzerkeller Breisach wagte bei der Generalversammlung der Winzergenossenschaft Schriesheim (WG) eine Prognose auf die kommende Weinlese, die voraussichtlich bis zu drei Wochen früher als üblich starten werde. „Der Ertrag war im zurückliegenden Jahr um 33 Prozent niedriger im Vergleich zum Vorjahr“, gab er an. Anhand einer Grafik zeigte Escher, dass der Anteil mit 65 Prozent bei der Handlese noch immer sehr hoch sei und er hob hervor, dass insgesamt sieben Anbaugebiete ihre Trauben an den Badischen Winzerkeller Breisach liefern, dazu gehört natürlich auch die Winzergenossenschaft Schriesheim.

In seinem Bericht hob Escher die Bedeutung der Weinprämierungen hervor. „Die Weinprämierung ist ein wichtiges Thema für den Winzerkeller“, betonte er. Daher habe man sich über den wiederholt verliehenen Ehrenpreis des Badischen Weinbauverbandes gefreut. Der statistische Prokopf-Verbrauch an Wein liege derzeit bei 20 bis 21 Liter und der bei Sekt bei drei bis vier Litern, das sei ein leichter Rückgang. „Die Menschen im Süden sind trinkfreudiger als die im Norden“, scherzte er.

Mehr Präsenz bei Festen

Ziel müsse es bleiben, die Lebensmittelmärkte und Discounter mehr zu gewinnen. Weiter vom Winzerkeller geplant ist eine stärkere Präsenz bei Veranstaltungen, Festivals und bei Winzerfesten. „Wir müssen regional mehr Flagge zeigen“, das mache positive Schlagzeilen, regte er an.

Abschließend wurde aus der Versammlung heraus die Frage nach der Lese gestellt. Falls die Vorbereitungen und die Absprache mit dem Badischen Winzerkeller getroffen sind, nannte Weiss den 21. August für die Lese des ersten Federweißen. Natürlich könnten nur die Trauben gelesen werden, bei denen die Wartezeit nach dem letzten Spritzen eingehalten wurden, ermahnte er seine Zuhörer.

Wie soll man als Winzer derzeit bei der anhaltenden Hitze und Wasserarmut vorgehen, soll man die prallen Reben entlasten oder auf einen Wetterumschwung und Regen warten, was die Gefahr einer Pilzinfektion mit sich bringt, wie Winzer Peter Haas befürchtet. Darauf konnten auch die Experten keine Antwort geben. „Jetzt ist unternehmerische Eigenverantwortung gefordert, der Erzeuger möge selbst sehen, was er dem Stock zumutet“, lautete der Rat von Winfried Krämer. greg