Schriesheim

Stände Anbieter in Scheunen oder mit großen Zelten haben es diesmal leichter

Angler ziehen dicken Fisch an Land

„War da nicht die Straußwirtschaft, bei der es Wellfleisch und Knöchel gab?“, fragt ein Besucher, der in einer Gruppe etwas ratlos vor jenem Hof steht, in dem viele Jahre der Gesangverein Lyra mit deftiger Kost bewirtet hat. Nein, die gibt es nicht mehr. Die personellen und organisatorischen Anstrengungen sind zu groß – schade, wie viele Besucher finden.

„Wir kommen jedes Jahr aus Leimen und haben viele gemütliche Stunden hier verbracht“, bedauert Renate Hölmer, die mit ihrer Frauengruppe vor dem geschlossenen Tor steht. „Überhaupt gehen die Angebote zurück“, klagt sie und nennt das „Schwarze Café“, in dem es früher „hervorragenden Kuchen“ gab. Und dass der Suppenhof längst nicht mehr in der Oberstadt ist, hat sich noch immer nicht rumgesprochen.

Nach dem Erfolg im letzten Jahr hat auch in diesem Jahr wieder der Suppenhof des KSV-Fördervereins im Marc Hartmann‘ schen Hof seine Türen geöffnet. Angeboten werden fünf frisch zubereitete Suppenkreationen, die von einer klaren Fleischbrühe bis zur feurigen Gulaschsuppe reichen. Deren Schärfe wird dann gerne mit Gerstensaft aus dem Café „Handwerk“ neutralisiert. „Ich wusste gar nicht, dass es so viele Biersorten gibt“, wundert sich ein Gast und ließ sich das Glas mit einer neuen Biersorte.

230 Kilogramm vorbereitet

Wer auf der Suche nach dem kulinarischen Kick ist, der lässt sich nieder, wo man gut beschirmt sitzen kann; wenn dann noch gute Musik zu hören ist – umso besser. Großer Andrang herrscht zur Mittagszeit beim Angelverein. „Wir sind auf den Ansturm vorbereitet und haben genügend eingekauft“, sagt Vorsitzender Rainer Müller unter Hinweis auf rund 230 Kilogramm frischen Fisch.

Inmitten der Heidelberger Straße und angesichts der sich verflüchtigenden Flohmarktstände nahezu allein steht wieder das urige Baguettehäusel, mit seinem Angebot an frisch zubereitetem Knoblauchbrot. Apropos: Köstliche Grüße aus der Partnerstadt Uzès gibt es in Form von frischen Knoblauchkränzen. Und wer lieber Süßes bevorzugt, der ist beim „Roten Eck“ der SPD goldrichtig. Dort gibt es Waffeln und Kuchen.

Die Folgen des schlechten Wetters bekommen auch die Flohmarktbetreiber zu spüren. Um die Waren vor dem Regen zu schützen, sind die Stände mit Folien abgedeckt, so dass Interessierte die Waren nicht in Augenschein nehmen konnten. Und das wiederum hat zur Folge, dass bereits zum Mittagszeit Standbetreiber enttäuscht abbauen. greg