Schriesheim

Mathaisemarktlauf Zum 25. Jubiläum Nieselregen und weniger Teilnehmer als 2018

Auch der Bürgermeister läuft mit

Graue Wolken, ein paar Regentropfen, milde Temperaturen: So zeigt sich das Wetter beim Startschuss zum Mathaisemarktlauf. Für die Läufer ist das Wetter eigentlich geradezu ideal. Trotzdem treten heuer nur 800 an und damit 200 weniger als im Vorjahr; auch bei den Zuschauern, die sonst immer an der Absperrung stehen und die Läufer anfeuern, sind die Reihen lichter. Dennoch zeigen sich die Organisatoren um Michael Stang zufrieden.

Toni Dausch, ehemaliger Leichtathletiktrainer des TV Schriesheim, der von der Empore aus mit Witz und Fachkompetenz moderiert, eröffnet das sportliche Festival, das nun zum 25. Mal stattfindet – gemeinsam mit TV-Vorsitzendem Jürgen Busch, den Weinhoheiten und Bürgermeister Hansjörg Höfer, der die Schirmherrschaft innehat.

Viel Zeit für lange Reden bleibt dem Rathauschef nicht, muss er sich doch für den Mini-Marathon über 4000 Meter bereit machen – ein Einsatz, zu dem er nach dem Krönungsabend am Freitag bei einer Flasche Schriesheimer Weins vom TV-Vorstand überredet werden konnte.

An der gesamten Strecke stehen Streckenposten, die darauf achten, dass die Zuschauer nicht den abgesperrten Weg betreten und kein Läufer eine Abkürzung nimmt. Mit einem Startsignal geht es los, und jeder Teilnehmer wird kräftig angefeuert. Auch Höfer. Zwar läuft er am Ende nicht als Sieger durchs Ziel, holt aber in der letzten Runde auf und schafft 29.38 Minuten.

Mit großer Leidenschaft gehen die Schüler der Kurpfalz-Realschule, des Kurpfalz-Gymnasiums und des privaten Heinrich Sigmund-Gymnasiums zum Staffellauf an den Start. Letzteres stellt knapp 120 junge Läuferinnen und Läufer, soll doch der Pokal vom letzten Jahr verteidigt werden.

Währenddessen warten die Erwachsenen auf ihren großen Auftritt, darunter der Schriesheimer Christoph Bickel, der zehn Kilometer Marathon läuft und auch beim Strahlenberg-Trail teilnimmt. Durchschnittlich, so erzählt er, benötigt er für die Strecke etwa 49 Minuten.

Aus Heidelberg kommt Daniel Effler, der berichtet: „Ich sehe den Lauf hier als Vorbereitung auf den großen Marathon in Berlin“.

Ein Besuchermagnet ist der Bambinilauf. Starten dürfen Kinder ab drei Jahren; die kleinen Nachwuchs-Sportler werden zumeist von den Eltern begleitet. Etwas nervös und erwartungsvoll, tänzelt der siebenjährige Leon von einem Bein aufs andere. Er kann gar nicht erwarten, dass es losgeht.

„Es ist das erste Mal, dass ich hier mitlaufe“, berichtet er stolz von seinem intensiven Training: „Ich bin jeden Tag die Straße rauf und runter gelaufen.“ Sein größter Wunsch ist es, bei Olympia mitzumachen. Für das Siegertreppchen reicht es an diesem Tag nicht, und so fließen Tränen. Doch seine Mutter weiß ihn am Ende doch zu trösten. greg