Schriesheim

Vergnügungspark Familie Blum mit kleinem Angebot

Auch Kinder können sich amüsieren

Archivartikel

„Eigentlich hätten wir heute das Straßenfest eröffnet und wären dann bis zum Abend auf dem Rundgang unterwegs gewesen“, sinniert Bürgermeister Hansjörg Höfer. Am Samstagnachmittag gibt er stattdessen vor dem Neuen Rathaus den Startschuss zu einem kleinen Rummel unter Corona-Bedingungen.

Zur Freude der Kinder sind auf dem Verkehrsübungsgelände ein Kinderkarussell und ein Kinder Twister aufgebaut, eingerahmt von einem Crêpe-Imbiss und Würstchenstand. Für große wie auch kleine Schleckermäulchen gibt es einen „Schoko- Frühstück-Wagen“, einen Stand mit Mandeln und sonstigen Schlemmereien, die bei keiner Kerwe fehlen dürfen, und einen Dosenwurfstand. Eben fast alles, was einen Rummel ausmacht, nur eben kleiner und mit einem Zaun abgesperrt.

Höchstens 100 Besucher

Am Eingang muss jeder Besucher seine Daten hinterlegen und erhält eine Nummer, die er beim Gehen wieder abgeben musste. „Damit garantieren wir, dass sich nicht mehr als 100 Personen auf dem Platz aufhalten“, erläutert Achim Weitz, der Leiter des Ordnungsamtes.

Bei der offiziellen Eröffnung wendet sich Höfer in erster Linie an die Kleinen. „Wir haben extra für Euch diesen kleinen Vergnügungspark eingerichtet“. Sein Dank richtet sich an die Schausteller-Familie Blum, die bis zum 20. September mit ihrem Freizeitspaßpark in Schriesheim gastieren wird. „Das habt Ihr ganz toll gemacht“, lobt Höfer. Doch er wünscht allen Schaustellern, die unter dem Lockdown und der Krise leiden, dass bald wieder Normalität eintreten möge. Nicht zuletzt dankt er seinem Heddesheimer Amtskollegen Michael Kessler, von dem die Anregung stammt, mit dem Schausteller Kontakt aufzunehmen und ihn nach Schriesheim einzuladen. „Ich bin froh darüber, dass wir ihn nach Schriesheim geholt haben.“

Dankbare Schausteller

Aber auch Schausteller Randy Blum dankt wiederum der Stadt Schriesheim und ihrem Bürgermeister für die Möglichkeit, hier wirken zu dürfen ebenso wie für die Zeit davor am Heddesheimer Badesee dem dortigen Bürgermeister. Denn mit dem Lockdown sind für ihn und seine Familie schwere Zeiten angebrochen, die an der Existenz nagen. „Seit dem Weihnachtsgeschäft ruht alles“, berichtet er. So habe man die Mitarbeiter zwangsläufig in eine unbestimmte Pause geschickt: „Doch ich hoffe, dass wir zum kommenden Weihnachtsgeschäft wieder etwas machen können.“

Zum Dank lädt er alle Kinder zu einer Freifahrt im Twister ein. Bis 20. September gastiert er in Schriesheim, dann zieht er mit seinen Fahrgeschäften nach Ilvesheim, wo er bis 5. Oktober bleiben wird, und danach geht es weiter nach Weinheim.