Schriesheim

Schriesheim Kritik an Linie Richtung Ursenbach

Beschwerde über Rufbus

Archivartikel

Die Busverbindung zwischen dem Schriesheimer Ortsteil Ursenbach und der Kernstadt sorgt weiter für Ärger. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates äußerten mehrere Stadträte ihren Unmut über den sogenannten Rufbus. Bei diesem Angebot muss der Fahrgast eine Stunde vor Abfahrt eine Telefonnummer anrufen, damit der Bus die Station anfährt.

Das Problem: „Obwohl man sich rechtzeitig meldet, kommt der Bus einfach nicht“, sagte CDU-Stadträtin Lisa Hartmann. Laut VRN-Fahrplan werden in Ursenbach die Haltestellen „Ursenbach Ort“ und „Estenklinge“ in den meisten Fällen nur dann angefahren, wenn man sich zuvor telefonisch meldet.

„18 Minuten betteln müssen“

Geschlagene 18 Minuten habe es am Telefon gedauert, so Hartmann, bis die Anfrage erfolgreich war: „Man musste förmlich um den Bus betteln.“ Bürgermeister Höfer zeigte sich angesichts dieser Schilderung entrüstet. „Das ist wirklich kein Zustand, da müssen wir immer wieder protestieren.“

Die Ursenbacher Ortsvorsteherin Inge Pfrang wies darauf hin, dass die Busverbindung von Subunternehmern bedient werde: „Der Verkehrsverbund verweist dann auf diese Subunternehmer, die sich dann wiederum nicht zuständig fühlen.“ Dieses Problem bestätigte auch Stadträtin Gabriele Mohr-Nassauer (SPD). Wenn man die Nummer, die auf dem Fahrplan an der Station stehe, anwähle, werde einem oft erklärt, dass man mit seinem Anliegen an der falschen Adresse sei. Wirtschaftsförderer Torsten Filsinger bat die Betroffenen darum, die Fälle genau zu dokumentieren. „Wenn Sie Beschwerde beim VRN einreichen, setzen Sie die Stadtverwaltung davon in Kenntnis. So können wir dem Problem begegnen.“