Schriesheim

Schriesheim Verwaltung informiert über die Sommerbaustellen in städtischen Gebäuden / Schwerpunkt Kindergärten und Schulen

Bis Ferienende vieles erledigt

Archivartikel

Als die Medienvertreter gestern zum Pressegespräch der Stadt Schriesheim über die Sommerbaustellen in ihren Liegenschaften zum Rathaus fahren, da stoßen sie unweigerlich auf jene Baumaßnahme, die zwar die kleinste der letzten Wochen ist, aber dennoch jene, über die von den Bürgern am meisten gesprochen wird: Die Zufahrt von der Talstraße auf den Festplatz direkt vor das Rathaus ist nun mit Pfosten versperrt.

„Wir mussten das machen, weil dieses Stück der Friedrichstraße zu oft als Abkürzung missbraucht wurde“, erläutert Detlev Schreiber vom Bauamt. „Hier war manchmal ein Verkehr wie auf einer Hauptstraße“, ergänzt Bürgermeister Hansjörg Höfer. Offensichtlich hatte sich mancher aus der Zeit des Volksbank-Provisoriums an diese Route gewöhnt.

Apropos: Wo der Bank-Container und zuvor der Brunnen stand, wird in Kürze asphaltiert. Es werden zwei Sitzgruppen installiert und zwei Behindertenparkplätze ausgewiesen. Ansonsten ruht das Projekt „Festplatz-Gestaltung“ derzeit, so Höfer.

Talstraße wird vermessen

Los geht es dagegen bei der Sanierung der Talstraße. Zur exakten Planung wird sie derzeit unter anderem mit Drohnen vermessen. Im September oder Oktober soll der Gemeinderat über die Einigung zwischen Stadt und Regierungspräsidium über die Kosten entscheiden, im Sommer 2019 die Arbeit beginnen. In ihrem Rahmen werden auch die Schotterer- und Gaulsbrücke saniert. „Das haben wir übrigens lange vor Genua geplant“, betont Höfer.

Langsamer als gedacht geht es in der Talstraße mit dem Bau des Hauses für kommunale Wohnungen voran. Bei den Erdarbeiten hat sich herausgestellt, dass der Boden arsenbelastet ist – nicht wegen gewerblicher Nutzung, sondern aus natürlichen (Fachbegriff: geogenen) Gründen – wie nicht selten am Branich. Das muss gesondert entsorgt werden und der Gemeinderat daher zuerst über die hohen Kosten beraten.

Obwohl der Baukran noch steht, geht es mit dem Hort in Oberen Schulhof gut voran, wegen seiner Kostenexplosion als „Schriesheims Elb-Philharmonie“ apostrophiert. Zu Beginn des neuen Schuljahres kann er bezogen werden. „In Kürze legen wir den Termin der Einweihungsfeier fest“, verspricht Höfer.

Beim Neubau des Kindergartens in der Kurpfalzstraße herrschte im Mai/Juni Stillstand auf der Baustelle. „Die Firma, an die wir im März die Holzarbeiten vergeben hatten, konnte den Terminplan nicht einhalten“, berichtet Höfer. Also wurde der zweitgünstigste Anbieter der damaligen Ausschreibung, die Firma Grüber, angesprochen. Und für die Schriesheimer war es eine Ehrensache, das noch einzuschieben.

Inzwischen ist der Zeitverzug bis auf eine Woche wieder eingeholt. Wie geplant, kann der viergruppige Kindergarten also zu Beginn des Kindergartenjahres im September 2019 bezogen werden. Gekostet hat er dann runde vier Millionen Euro, wovon allerdings 900 000 Euro vom Land beigesteuert werden.

Arbeiten im Schulzentrum

Voll im Gang ist der Umbau des Foyers der Kurpfalz-Grundschule. Dabei wird es so umgestaltet, dass das Lehrerzimmer erweitert und ein Büro für die Schulsozialarbeit neu geschaffen wird. Zudem sollen die großen, schweren Türen am Eingang, die gerade den Grundschülern große Probleme bereitet haben, verschwinden und eine Neugestaltung aus Aluminium und Glas erfolgen.

Auch hier war die Auftragsvergabe nicht einfach. Da die Arbeiten noch in den Ferien erledigt werden sollten und auf Grund der Urlaubszeit kaum Firmen zur Verfügung stehen, wurde nur ein Angebot von einer örtlichen Firma (Gassert) eingeholt. An diese wurde der Auftrag im Wert von 95 000 Euro vergeben.

In der Realschule wird ebenfalls gewerkelt: Die Toiletten für Jungen und Mädchen werden erneuert. „Das macht unser Bauhof selbst“, erläutert Höfer: „Wir haben ja auch Fliesenleger.“ Lediglich die Montage der Waschbecken wird vergeben.

Auch für das Gymnasium ist man im Zeitplan. Im Oktober wird die Planung vergeben, die im Frühjahr vorliegt, im Juni beginnen die Arbeiten. Höfer: „Das wird dann Mitte 2019 eine große Sommerbaustelle.“