Schriesheim

Schriesheim Fahrradweg von Altenbach in die Kernstadt

Bürger auf der Suche nach idealer Wegführung

Die rund 20-köpfige Wandergruppe, die sich von Altenbach auf eine Wanderung meist auf Trampelpfaden durch den Wald und dickes Gestrüpp und über blühende Wiesenlandschaft nach Schriesheim aufmachte, verfolgte ein Ziel: Die Suche nach einem bestmöglichen, bequemen, gemütlichen und nicht allzu steilen Fahrrad- und Wanderweg von Altenbach ins Tal hinab.

Die Altenbacher Bürger hegen den Wunsch nach einem Fahrradweg nicht erst seit gestern. Bereits zu Zeiten von Bürgermeister Peter Riehl kam das Thema Fahrradweg von Altenbach in die City immer wieder zur Sprache und scheitere meist an den Kosten, die 1993 mit 4,5 Millionen Mark gehandelt wurden und dann wieder in der Schublade verschwand. Jetzt in der Zeit der „Klimaschutzziele“ ist die Forderung nach einem ausgebauten Radweg so aktuell wie noch nie.

So würde sich eine Route von Wilhelmsfeld kommend, über Altenbach weiter über die L 596, über die Talstraße bis in die City anbieten und Bürgermeister Höfer findet die Strecke zwischen Branichtunnel Ost und dem Waldschwimmbad als geradezu ideal. Doch bis zur Verwirklichung ist noch ein langer Weg und solange wollen sich die Altenbacher nicht mehr gedulden.

500 Unterschriften gesammelt

Unter der Federführung von Suzanne Epp, der Vorsitzenden des Altenbacher Turnvereins, wurden über 500 Unterschriften für einen Radweg gesammelt und diese an die Verwaltung übergeben. Sie machten den Vorstoß, eine gut zu befahrende und begehende Strecke zu finden, die durch den Wald über das Rückhaltebecken Mühlenhof und Schwimmbad geradewegs nach Schriesheim führen könnte. „Diese Strecke könnte mit dem Fahrrad in zehn bis maximal 15 Minuten zu bewältigen sein“, schätzte Suzanne Epp, die an diesem kühlen Tag die Strecke mit anderen Gesinnungsgenossen abwanderte und bei Heidis Imbiss einen Zwischenstopp einlegte.

Kaum Steigungen

Mit Wanderschuhen, Rucksäcken gut gerüstet machte sich die Gruppe am Sonntag gegen 11.30 Uhr vom Ortsmittelpunkt auf den Weg, der sie über die untere Kippstraße bis zum Wendehammer brachte. Von dort ging es auf einen mit Wildwuchs zugewachsenen Trampelpfad in ein Waldstück und von dort auf ein Plateau. „Da war ein Durchkommen schon recht schwierig“, berichtete sie, doch wenn das Gestrüpp entfernt werde, würde sich diese Strecke für einen Rad und Wanderweg gut eignen, da sie kaum Steigung habe.

Die Wegführung endet am Rückhaltebecken, vor dort muss dass die Landesstraße überquert werden und weiter geht es hinter dem Mühlenhof und Schwimmbad Richtung City. Sie berichtete über eine zweite Alternative, die vom Plateau aus am Felsenhang entlangführt. „Das ist ein sehr steiles Stück und sowohl für Radfahrer wie für Spaziergänger mit Kinderwagen kaum, zu bewältigen“, schätzte sie die Alternativstrecke ein. Als nächster Schritt wird Bürgermeister mit Gutachtern die beiden Varianten nach Machbarkeit prüfen. greg