Schriesheim

Kehraus Am letzten Tag bleibt das Traditionsfest vom Wetter gebeutelt / Vereine klagen

Bürgermeister Höfer: Auswärtige Gäste fehlen

Der Kerwemontag ist der Tag, an dem die Rathaus-Mitarbeiter einen vorgezogenen Feierabend genießen können – natürlich mit der Auflage, den Nachmittag im Weindorf zu verbringen. Bis auf diese Besucher bleibt der Andrang jedoch mäßig.

Was das Wetter anbelangt, so schließt der letzte Festtag nahtlos an das Wochenende an. Der Himmel zeigt sich düster, es ist unangenehm kühl. Und so spielt Alleinunterhalter Dietmar Jöst zu Beginn vor fast leeren Tischen und Bänken, die sich erst später im Laufe des Mittags zumindest ein wenig füllen.

Dennoch bleiben die sonst gewohnten langen Schlangen vor dem Imbiss- wie auch vor den Getränkewagen aus. Auch ist es in diesem Jahr kein Problem, sein Lieblingsplätzchen zu ergattern, denn davon sind reichlich frei.

Eine Pause im Weindorf gönnen sich auch die Helfer aus den Vereinen, die am Morgen den Abbau ihrer Stände vornehmen. „Die Planen waren an diesem Morgen noch voll Wasser“, berichtet ein Vereinsmitglied, so dass es nicht möglich gewesen sei, diese zu verpacken: „Wir mussten sie erst zum Trocknen in einer Garage auslegen“.

Fischessen im Stammberg

Natürlich klagen alle Vereinsvertreter über schlechten Besuch und auch darüber, dass eine Menge Essen übriggeblieben sei. „Wir können noch in den nächsten Wochen Suppe essen“, nimmt es KSV-Ringerchef Marc Hartmann sportlich.

Ebenso wie der Angelverein, der sich im Vorfeld reichlich mit Fisch eingedeckt hat. Er berichtet, dass der Samstag gut verlief, was man vom Sonntag jedoch nicht sagen kann. So ist geplant, mit dem nicht verkauften Fisch im Stammberg ein Fischessen zu veranstalten.

„Einfach schade, dass das Wetter nicht gehalten hat“, bedauert auch Bürgermeister Höfer. „Es hat durchweg geregnet, und das war für alle zermürbend“, bilanziert er. Positiv überrascht zeigt er sich jedoch, dass sich manche Schriesheimer vom Regen nicht haben abhalten lassen. „Die Schriesemer können halt feiern.“ Gefehlt haben jedoch, und das hätten die Vereine auch gespürt, die auswärtigen Gäste.

Und so sitzt man am Montag gut beschirmt im Weindorf, trifft sich mit Freunden, plaudert und hört mit einem Ohr der musikalischen Unterhaltung zu. Den fulminanten Schlussakkord der Kerwe setzt wie in jedem Jahr am Abend die T-Band.