Schriesheim

Boxmatinee Organisatoren ehren den Bundestagsabgeordneten Karl A. Lamers

Dank für schnelle Visa-Hilfe

Kaum zu glauben: Der Bundestagsabgeordnete Karl A. Lamers hat gestern bei der 44. Matinee im Mathaisemarkt-Festzelt seinen ersten Boxkampf als Gast am Ring erlebt. Bislang kannte er das nur aus dem Fernsehen. Zu dem aufregenden Live-Vergnügen kam der Politiker, weil sich Organisator Werner Kranz und dessen rechte Hand Okan Sezer vom gastgebenden KSV erkenntlich zeigen wollten. Hatte sich Lamers doch beim deutschen Botschafter in Istanbul persönlich dafür eingesetzt, dass die Visaanträge zur Einreise der Boxer vom Bosporus rechtzeitig vorlagen (wir berichteten).

„Ich freue mich, dass ich helfen konnte, und bin begeistert sowohl von der Stimmung als auch von den Kämpfen“, sagte Lamers, der von Anfang bis Ende zusah. Außerdem lernte er dabei die KSV-Olympioniken Zoltan Lunka, Rustam Rachimov und Hamza Touba kennen.

Eingangs überreichte ihm Ulrike Zeitler-Sezer als Ehefrau des Mitorganisators aus Dossenheim ein Paar rote Boxhandschuhe, die alle 16 Boxer des Vormittags unterschrieben hatten. „Das ist ein tolles Geschenk, das bei mir einen Ehrenplatz bekommt“, versprach Lamers.

Bis zur Pause des für die Gastgeber siegreichen Vormittags mit rund 800 Besuchern stellte Lamers sogar Gemeinsamkeiten zwischen Boxen und Politik fest: „Es wird nach Regeln gekämpft, Fairness ist wichtig und es gilt mein Motto: Stets einmal mehr aufstehen als hinfallen.“

Im Gegensatz zu Lamers kennt Schönaus Bürgermeister Markus Zeitler diese Matinee seit langem: Der Cousin von Zeitler-Sezer sagte als Stammgast: „Das ist seit 1975 ein einmaliges Event in der Region. Auch diesmal sind es tolle Kämpfe.“ Zu seinen Kollegen gehört bald David Faulhaber: Der zukünftige Bürgermeister von Dossenheim sah eine „super Veranstaltung“.

Solches Lob hörten Kranz und Sezer oft, auch vom Schriesheimer Bürgermeister: „Volles Zelt, toller Sport“, sagte Hansjörg Höfer. Dabei hatte es Startprobleme gegeben und das Boxen erst mit 20-minütiger Verspätung begonnen.

„Wir sind glücklich, dabei zu sein“, freute sich Kaam Darama vom Fenerbahce-Fanclub Heidelberg. Man habe sich zwar mehr türkische Besucher gewünscht und dafür auch „viel Werbung gemacht“. Es sei schwer zu sagen, warum nur der harte Kern gekommen sei. Dennoch sei man als Sponsor sehr zufrieden.

Einen Freundschaftsdienst erwies Sängerin Aino Laos mit ihrem Auftritt dem Ehepaar Sezer. Trotz Erkältung interpretierte die Musicalgröße, neben Songs in der Ringpause, zum Auftakt das Deutschlandlied, während ein türkischer Kollege die Hymne der Gäste sang.