Schriesheim

Schriesheim Container für das Schulzentrum sollen in den Sommerferien angeschafft werden / Gemeinderat beschließt Kostendeckelung

„Das Projekt steht unter Zeitdruck“

Archivartikel

2,132 Millionen Euro: Das ist der Betrag, den die Stadt für die Aufstellung von Containern am Kurpfalz-Schulzentrum errechnet hat. Basis ist eine Kostenschätzung, die der Gemeinderat im April-Sitzung beschloss; jetzt legte das Gremium fest, dass die Verwaltung den Betrag um maximal 15 Prozent oder rund 320 000 Euro überschreiten darf.

Die Übergangsquartiere, die die Schüler während der Sanierung des Kurpfalz-Gymnasiums beziehen – die Verwaltung nennt sie Interimsgebäude –, sollen während der Sommerferien angeschafft werden.

„Umgang ist eine Zumutung“

Ausschreibung und Auswertung liegt ein straffer Zeitplan zugrunde, den Bauamtsleiter Markus Schäfer in der Sitzung noch einmal aufdröselte: Ein Bauantrag müsse gestellt, der Auftrag europaweit ausgeschrieben und mit dem Gemeinderat vorbesprochen werden. Grund für die Eile, erklärte Bürgermeister Hansjörg Höfer, sei, dass der Bund als Zuschussgeber den Zeitpunkt der Abrechnung fesgelegt habe: „Es ist ein Stückweit eine Zumutung, wie man da mit den Gemeinden umgeht.“

FW-Fraktionssprecher Bernd Hegmann nickte: „Das Projekt steht unter Zeitdruck.“ Gleichwohl begrüßte er, dass nun Bewegung in die Sanierung komme.

Bis Ende 2023 müssten die Schlussrechnungen erfolgt sein, erinnerte auch Ulrike von Eicke (FDP) an den straffen Zeitplan.

Daneben gingen die Fraktionsvertreter auch auf den Informationsabend mit dem Architektenbüro Dierks Blume Nasedy ein: Bernd Molitor (GL) lobte die Präsentation und den Ablauf des Sanierungsplans mit seinen drei Bauabschnitten: „Er entspricht in großen Teilen dem, was wir uns vorgestellt haben.“

Die Transparenz des Verfahrens sei sehr gut, fand Christiane Haase (CDU). Sie betonte, dass seitens der Elternschaft in dem Gebäude „nicht mit Chichi“ gerechnet werde.

Sie freue sich, dass dieser Tagesordnungspunkt „ganz unspektakulär durchgeht“, bemerkte Renate Hörisch-Helligrath (SPD).

Treppenhäuser bleiben

Grundsätzlich freute sie, dass die drei Treppenhäuser und die alte Fassade aus Alu-Bauteilen erhalten bleiben. „Es gibt keinen Grund, dagegen zu sein“, fand Thomas Kröber (AfD), und Liselore Breitenreicher (BgS) freute sich über die „sehr guten Vorarbeiten.“

Einhellige Zustimmung also zu Ausschreibung und Zeitplan. Gefolgt von einem Stoßseufzer Höfers: Er wisse nicht, ob die errechnete Summe für die Container ausreiche. „Wenn sie um 20 Prozent teurer werden? Dann weiß ich auch nicht. Ich hoffe, dass uns diese Situation erspart bleibt.“