Schriesheim

Schriesheim Inner Wheel Club veranstaltet Benefizkonzert mit Corinna Korff-Willcox am Klavier und der Sängerin Ilona Christina Schulz

Ein Abend voller Leidenschaft und Sehnsucht

Es war ein Benefizkonzert, veranstaltet von den Damen des Inner Wheel Clubs, das den Zuhörern in der ausverkauften Weinscheuer Majer noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird. Die Veranstalter versprachen einen amüsanten und kurzweiligen Abend, doch dieser Abend mit den Künstlerinnen Corinna Korff-Willcox am Klavier und der Sängerin Ilona Christina Schulz übertraf die kühnsten Erwartungen.

Gemeinsames Ziel

Begrüßt wurden die Gäste von der Präsidentin des Inner Wheel Clubs Schriesheim-Weinheim, Elske Majer. In ihren einführenden Worten stellte sie die Arbeit, das Engagement und die Ziele dieses weltweiten sozial engagierten Clubs vor. „Unsere Kulturen und Sprachen sind verschieden, doch wir verfolgen ein Ziel.“ Der Erlös dieses Benefizkonzertes komme zu einem Teil dem Jugendbus, einem mobilen Jugendzentrum zugute. Ein weiterer Teil verbleibe am Ort. Bürgermeister Hansjörg Höfer lobte in seinen einführenden Worten die Einsatzbereitschaft, als Beispiel nannte er die wöchentlichen Besuche im Altenheim oder die Weihnachtspäckchen für sozial schwache Menschen im Ort. Besonders hob er hervor, dass die Damen an Ostern dem Sozialamt Osterhasen gebracht hatten, die an Familien weiter gegeben wurden.

Suche nach dem „richtigen Mann“

Im langen schwarzen Abendkleid, die Boa kokett über die Schultern geworfen, schlängelte sich die Sängerin Ilona Schulz durch die Stuhlreihen. An die Damenwelt gewandt, behauptete sie, „für einen richtigen Mann, gibt es keinen Ersatz“ und dann hauchte sie: „Liebe ist nicht nur ein Zeitvertreib“. Ihre Augen wanderten durch die Weinscheuer auf der „Suche nach dem richtigen Mann, aus dessen Augen das Feuer sprüht“, doch dann stellte sie etwas enttäuscht fest: „Oje, heute Abend wird daraus wieder nichts, bleiben wir aber dran.“ Mal komödiantisch, keck, frivol, mal nachdenklich, sentimental und bitterböse präsentierten die beiden Künstlerinnen bekannte und weniger bekannte Stücke aus den goldenen 20er Jahren, die alle von Liebe, Sehnsucht und viel Leidenschaft handelten. Frech und keck, ganz wie die große Marlene Dietrich hauchte sie den Männern ins Ohr „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, was man ihr auch durchaus abnahm.

Die Zuhörer hingen an ihren Lippen und die Herren lagen ihr zu Füßen. Besonders ein Herr wurde von ihr hofiert, sie strich ihm über das etwas schüttere Haar, umfasste ihn und forderte ihn auf „lege deine Wange an meine Wange“. Sogar Bürgermeister Höfer konnte sich dem Charme von Ilona Schulz nicht entziehen. Sie bezog das Publikum mit ein und ließ sie bei der Frage „Was macht der Maier am Himalaya?“ so laut mitsingen, dass die Mauerwände in der Scheuer wackelten. Die Besucher erlebten augenzwinkernd die ganz großen Gefühle einer vergangenen Epoche. Immer wieder brachen Lacher aus, und der Schlussapplaus wollte kein Ende nehmen.