Schriesheim

Schriesheim Deutsches Rotes Kreuz bekommt einen modernen Rettungswagen / Fast drei Viertel des Geldes kommt vom Gemeinderat

Ein neues Auto im Einsatz für das Leben

Mit dem Segen beider christlicher Kirchen ist das neue Rettungsfahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) „Helfer vor Ort“ in einer kleinen Feierstunde dem Ortsverband Schriesheim seiner Bestimmung übergeben worden. Zum Festakt vor dem DRK-Heim waren neben den Rotkreuzangehörigen und dem Nachwuchs auch Bürgermeister Hansjörg Höfer sowie der Alt-Bürgermeister, Ehrenbürger und Ehrenvorsitzende des DRK-Kreisverbandes Mannheim, Peter Riehl, gekommen.

Stadt zahlt 30 000 Euro

Zudem waren Gemeinderäte und die Kameraden der Feuerwehr mit von der Partie, um das neue Fahrzeug – einen Audi Quadro mit Allradantrieb im Wert von 43 619 Euro – in Augenschein zu nehmen. Vom Preis werden 30 000 Euro von der Stadt übernommen. Der Rest sowie die gesamte Erste-Hilfe-Ausstattung zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen des Patienten muss vom Ortsverband selbst gestemmt werden. „Das geht nur, weil unsere Helfer auf ihr Honorar bei den Einsätzen verzichten“, sagte der Vorsitzende Peter Rupprecht. Sein Dank richtete sich unter anderem an Kai Zöllner, der über das Jahr um die 230 Einsätze ehrenamtlich fährt.

Nach 15 Jahren hatte das alte Rettungsfahrzeug, ein BMW, seinen Geist aufgegeben. Da die Reparaturkosten den Wert des Fahrzeugs weit überstiegen hätten, hatte sich der Ortsverband mit der Bitte um die Neuanschaffung eines Fahrzeugs an die Gemeinde gewandt. Der Gemeinderat hatte ohne viel Zögern die notwendigen Mittel von 30 000 Euro bereitgestellt, die an diesem Tag Bürgermeister Höfer an den Ortsverbandsvorsitzenden übergeben konnte. „Das neue Fahrzeug entspricht den Kriterien, es ist geländegängig und kann jede Steigung problemlos nehmen“, so Rupprecht.

Verzögerte Auslieferung

Bestellt wurde das Fahrzeug bereits 2018, doch aufgrund des Diesel-Skandals habe sich die Auslieferung verzögert. Bürgermeister Höfer freute sich über die große Anteilnahme der Gemeinderäte und der Kameraden der Feuerwehr. „Das ist ein Zeichen, dass wir alle miteinander für unsere Bürger zusammenstehen“.

Sein persönlicher Dank richtete sich an den Helfer Kai Zöllner, der ehrenamtlich im Dienst für die Allgemeinheit rund um die Uhr im Dienst sei. „Ich wollte nur noch einmal hervorheben mit, wie viel Herzblut er seiner Aufgabe nachgeht“. Er sprach das Ehrenamt an und nannte es „die soziale Brücke“ zwischen Menschen, die Hilfe brauchen und die bereit sind, ihre Freizeit zur Verfügung zu stellen. „Für uns als Stadt und für den Gemeinderat war es eine Selbstverständlichkeit, hierfür die notwendigen Gelder bereit zu stellen.“