Schriesheim

Schriesheim Rat stimmt energiesparender Alternative für die Stadtbeleuchtung zu

Energieeinsparung von 70 bis 80 Prozent

Archivartikel

In zwei Bauabschnitten will die Stadtverwaltung die veraltete Straßenbeleuchtung gegen neue LED- Leuchten umtauschen, ein Vorhaben, das im vergangenen Jahr eingeleitet und bis 2024 abgeschlossen sein soll, wie Bauamtsleiter Markus Schäfer im Gemeinderat erklärte.

Dafür seien Mittel von 200 000 Euro im Haushalt eingestellt, zudem soll noch ein Zuschuss von 105 000 Euro im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative gewährt werden. Die Umrüstung für den ersten Bauabschnitt mit 2218 neuen LED–Birnen könnte ab Januar 2020 vorgenommen werden. Schäfer informierte, dass sich auf die Ausschreibung hin drei Firmen gemeldet hätten. Den Zuschlag habe die Firma MVV Netze GmbH aus Mannheim erhalten. Mit seinem Kostenvoranschlag über 442 216 Euro war sie der günstigste Anbieter.

Das heißt konkret, dass die Kosten über den eingestellten Mitteln liegen und im nächsten Jahr nochmals vom Gemeinderat bewilligt werden müssten. Die neuen Leuchten werden technisch auf dem neuesten Stand und in der Form schlanker sein. Gezeigt wurde im Rat der Typ DL 30.

Zu erwarten sei eine Energieeinsparung von 70 bis 80 Prozent, was 100 000 Euro pro Jahr bedeutet. Die Lieferzeit beläuft über zirka acht Wochen. Die Firma, so Schäfer, gewähre über acht Jahre eine Vollgarantie, was die Gemeinderäte mit großem Wohlwollen aufnahmen. Im Namen des gesamten Gemeinderates stimmte Dagmar Wenger (GL) der Vorlage zu und erklärte, dass in der Vergangenheit in Schriesheim die Beleuchtungskörper stiefmütterlich behandelt worden seien: „Es ist an der Zeit sie jetzt gegen energiesparende LEDs auszutauschen.“ Zum Design der Lampen bemerkte GL-Fraktionssprecher Christian Wolf, dass man sich vor Jahren im Gemeinderat auf diese Form geeinigt habe. greg