Schriesheim

Schriesheim Altstadtrat Karl-Heinz Schulz feiert 75. Geburtstag

Er „brennt“ für Schriese

Archivartikel

Oft fällt sein Geburtstag zeitlich auf den Mathaisemarkt. Und das hat durchaus etwas Symbolhaftes. Denn der Jubilar lebt für dieses große Fest, ja für die Tradition seiner Heimatstadt insgesamt. Heute feiert Karl-Heinz Schulz, viele Jahre Stadtrat der SPD und Vorsitzender des Verkehrsvereins, seinen 75. Geburtstag.

Geboren wird er am 7. März 1944 in der Talstraße 98 als älteres von zwei Kindern eines Bahnbeamten. Den Vater hat die Heirat mit einer Schriesemerin von „Hause“ hierher verschlagen. Der kleine Karl-Heinz besucht die Strahlenberger Schule, erhält bei den Lehrern Weiß und May das Rüstzeug für sein Leben. 1958 beginnt er als „Jungwerker“ (so nennt man das damals) bei der Bundesbahn, wird nach der Ausbildung im Stellwerk Heidelberg eingesetzt.

1970 wechselt er zum Zoll, schiebt Dienst in Schaffhausen (Schweizer Grenze), muss daher sein geliebtes Schriese verlassen. 1983 kann er endlich zurückkehren, zieht in sein Elternhaus im Rappenbuckelweg und beginnt sein Engagement im örtlichen Vereinsleben, zunächst in der „Eintracht“, in der er lange singt. Auch die Jumelage mit Uzès kennt ihn als einen ihrer Gründerväter.

Engagement in Vereinen und SPD

Von hier aus ist es nicht weit zum kommunalpolitischen Engagement. 1989 kandidiert er für die SPD erstmals zum Gemeinderat, wird Nachrücker, zieht 1994 ins Gremium ein. Kultur und Stadtbild sind seine Themen. Zur Wahl vor fünf Jahren tritt er aus freien Stücken nicht mehr an.

Das Amt, mit dem er über die Stadt hinaus bekannt wird, ist der Vorsitz im Verkehrsverein, den er 1997 übernimmt, als dieser sich in einer Krise befindet und manch anderer abwinkt. Und schon bald erweist sich seine Wahl als erstklassig, gelingt es Schulz doch, den Verein zu einem Motor des geselligen Lebens in der Weinstadt zu entwickeln.

Stadtfest und Jazz beim Straßenfest, Wein- und Rotweinwanderung, die schlagzeilenträchtigen „Käthchen“-Aufführungen und das Theaterstück zum Stadtjubiläum 2014 seien hier genannt. 1995 fällt ihm die Moderation beim Krönungsabend zu. Seit 2007 kommentiert er an der Volksbank auch den Festumzug.

2011 zieht er sich vom Krönungsabend zurück, 2015 vom Vorsitz des Verkehrsvereins. Nur die Festzug-Moderation macht er weiter. Denn um für seine Stadt zu wirken, benötigt er kein Amt, engagiert sich gerne auch hinter den Kulissen: Ob beim Krönungsabend Plätze anzuweisen, beim Straßenfest Präsente für Ehrengäste vorzubereiten oder die Weinhoheiten zum Stadtteilfest auf die Rheinau zu fahren sind – Schulz ist keine Aufgabe zu schwer. Viele meinen: hoffentlich noch lange! -tin