Schriesheim

Schriesheim Kulturkreis präsentiert am 21. April im Historischen Zehntkeller seinen dritten „Poetry Slam“-Wettbewerb

Fest für Freunde des schnellen Wortes

„Da kann man durchaus schon von einer Tradition sprechen“, formuliert die Vorsitzende Gabriele Mohr-Nassauer beim Pressegespräch. Denn zum dritten Mal bereits lädt der Kulturkreis Schriesheim alle Freunde des schnellen Wortes, bekannt unter dem neudeutschen Begriff „Poetry Slam“, für Samstag, 21. April, in den Zehntkeller ein.

Zweimal wagten die Veranstalter bereits, den Schriesheimern diese etwas andere Art der Dichtform näher zu bringen – und trafen damit ihren Geschmack. Die Angst, dass viele der bodenständigen Bergsträßer mit dieser literarischen Form wenig würden anfangen können, war total unbegründet. Spätestens nach dem zweiten Poetry Slam , der wie der erste restlos ausverkauft war, wissen die Organisatoren vom KKS, dass sie den richtigen Riecher hatten.

„Wir haben auch bei dem dritten Slam auf eine gute Mischung geachtet“, meint Christian Glocker. Und das heißt zum einen, dass alle Poeten zum ersten Mal im Zehntkeller ihre Texte vortragen, und zum anderen, dass drei aus der Region kommen, darunter Daniel Wagner und Laura Gommel aus Heidelberg. Die anderen fünf Barden kommen aus dem Rest der Republik, wobei Meral Ziegler wohl den weitesten Weg zurücklegen muss – aus Konstanz.

Freuen darf man sich auf den hochkarätigen Slamer Daniel Wagner, der bei den deutschsprachigen Meisterschaften im „Slamen“ im Finale stand. Seine Texte, die er mit einer unglaublichen Schnelligkeit vorträgt, zeichnen sich durch Witz aus, haben aber auch eine politische Botschaft. Mit 20 Jahren gehört die Heidelbergerin Anna Gommel noch dem Nachwuchs an, der 18jährige Leon Perreth aus Elmstein erhofft sich, von Schriesheim aus den Sprung über die Region zu den großen Wettbewerben zu schaffen.

Diese acht Wortkünstler liefern sich im Zehntkeller ein literarisches Wortgefecht mit selbstgeschriebenen Texten, die innerhalb von maximal sechs Minuten dem Publikum vorgetragen werden; ihm obliegt es dann, ob der Dichter seine Sympathie erringt oder in Ungnade fällt.

Ausschlaggebend ist die Lautstärke des Applauses. „Nicht erlaubt sind Hilfsmittel wie etwa ein Instrument oder eine musikalische Untermalung“, erläuterte der künstlerischer Veranstalter Frank Habrik beim Vorgespräch das Prozedere.

Als Preise winken witzige Anerkennungen wie Gummibärchen oder auch ein Schokoladenpokal. Apropos: Natürlich gibt es im Zehntkeller auch etwas zu essen – eine „Slam(m)er-Wurst“, echt scharf mit einer noch schärferen hausgemachten Soße sowie einen Käseteller.

Die Veranstaltung findet statt am Samstag, 21. April, 20 Uhr, im Historischen Zehntkeller. Einlass ist um 19 Uhr. Der Vorverkauf ist bereits angelaufen, und er läuft gut.

Der Eintritt beträgt 11 Euro für Erwachsene, ermäßigt 6 Euro auch für Mitglieder des KKS. Vorverkauf über Utes Bücherstube in Schriesheim oder auch per Mail unter karten@kk-schriesheim.de. greg