Schriesheim

Schriesheim Trägerverein für Waldschwimmbad ist gerüstet

Feste Basis dank 6000 Mitgliedern

Archivartikel

Die noch bis 30. Juni währende Schließung des Schriesheimer Waldschwimmbades (wir haben berichtet) bedeutet keine Gefahr für den Fortbestand der Einrichtung oder gar des Trägervereins. Dies versichern die Vorsitzende Sabine Portz und ihr Stellvertreter Jochen Wähling im Gespräch mit dem „MM“.

Dazu muss man wissen, dass in Schriesheim das Freibad – einmalig im Umkreis – nicht von der Kommune, sondern von einem Verein betrieben wird. Und der verbucht derzeit Einnahmeeinbußen.

„In den Pfingstferien würde in normalen Zeiten hier Hochbetrieb herrschen“, erinnert Sabine Portz: „Und diese Einnahmen fehlen uns“, bekennt sie. Auch der Wirt des Schwimmbad-Lokals, das ja ebenfalls geschlossen hat, muss derzeit keine Pacht zahlen, bis auch er im Juli wieder öffnen darf und muss.

Organisatorisch gegensteuern

Durch organisatorische Maßnahmen sorgt der Verein dafür, dass die finanziellen Einbußen überschaubar bleiben. Jochen Wähling rechnet vor: „Ein normaler Badetag bringt uns durchschnittlich, sagen wir mal, etwa 500 Euro in die Vereinskasse“, berichtet er: „Der Betrieb der Wärmepumpe kostet uns 400 Euro pro Tag. Und auf den können wir ja derzeit aber verzichten, wenn die Becken nicht genutzt werden“. Auch die Umwälzpumpe läuft derzeit nicht voll, aber dennoch zur Hälfte, um die bekanntermaßen hohe Qualität des Wassers hier zu erhalten.

Was die Mitarbeiter angeht, so werden die beiden Bademeister von der Stadt bezahlt und sind auch während der Schließungsphase vor Ort im Bad aktiv: „Hier gibt es ja immer was zu tun“, sagt Sabine Portz. Der Rettungsschwimmer wird vom Verein bezahlt, und das bereits seit März, obgleich das Bad bis heute geschlossen ist. „Das sehen wir als unsere Verantwortung an“, sagt die Vorsitzende. Aber auch er hat Arbeit genug, etwa beim Renovieren.

Neueintritte zu verzeichnen

Eine feste Bank ist die hohe Zahl der Mitglieder, etwa 6000 – fast die Hälfte der gesamten Stadtbevölkerung. „Die Beiträge ziehen wir jedoch erst im Juli ein“, teilt Pressesprecher Kim Koschorreck mit. Denn natürlich wird von den Mitgliedern normalerweise erwartet, für ihre Beiträge hier auch schwimmen zu können.

Obwohl dies derzeit und noch bis zum 30. Juni nicht möglich ist, sind Austritte aus diesem Grunde nicht zu verzeichnen: „Im Gegenteil“, berichtet Wähling: „Wir können sogar Neueintritte verzeichnen von Leuten, die sagen: Wir wollen Euch gerade in diesen Zeiten unterstützen.“

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