Schriesheim

Schriesheim Ortschaftsrat berät über Zukunft von Brachgelände

Feuerwehr-Gerätehalle oder Parkplatz

„Schandfleck“ und „Beleidigung für das Auge“ – die Kritik am Zustand des Brachgrundstücks im Altenbacher Ortsmittelpunkt konnte man deutlicher nicht formulieren. Sie wurde in der Ortschaftsratssitzung quer durch alle Fraktionen auf den Punkt gebracht und war damit Konsens. Uneins waren die Räte indes bei der Frage, was mit dem Gelände passieren soll.

Auf Antrag der CDU wurde bereits im Spätjahr 2018 ein Betrag von 20 000 Euro im Haushalt eingestellt. Hermann Pröll (FW) plädierte für eine Einebnung des Grundstücks: „Dieser Platz verschandelt das gesamte Ortsbild.“ Es müsse etwas geschehen, egal, wann man dort mit einer Bebauung beginne. Christian Wolf (GL) stieß sich an der Formulierung des Antrags, der von Einebnung oder Bebauung sprach und betonte: „Es muss Einebnung und Bebauung heißen.“

Natürlich könne die Situation so nicht bleiben, daher plädierten die Grünen fürs Planieren. Allerdings mit der Option, die Fläche für den Bau einer Feuerwehrhalle für zwei Fahrzeuge im Auge zu behalten. „Ein Parkplatz als Übergang ist durchaus denkbar“, so Wolf, „aber die Bedürfnisse der Feuerwehr müssen Priorität haben.“

Karl Reidinger (CDU) nannte das Hickhack seit Beginn der Abrissarbeiten „ein Trauerspiel.“ Das Areal würde dem Mangel an Parkplätzen endlich entgegenwirken, er dachte dabei auch an ein Carsharing-Fahrzeug. Er könne sich hingegen schwer vorstellen, dass hier einmal eine Feuerwehrhalle stünde. Nach seiner Auffassung habe Parkraum Priorität.

Kraus entgegnete, dass bei einer Parkraumbewirtschaftung Verkehrssicherungspflicht für die Stadt bestehe. Näheres gelte es erst einmal mit dem Bauamt abzuklären. Karin Malmberg-Weber (SPD) sprach sich dafür aus, „endlich ein Zeichen zu setzen“. Jetzt müsse etwas getan werden, sie unterstütze ebenfalls die Errichtung einer Feuerwehrhalle als eine „sinnvolle Nutzung“. Allerdings müsse zuerst der Feuerwehrbedarfsplan abgewartet werden. greg