Schriesheim

Schriesheim Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr / „Urgestein“ Walter Näher für 65 Jahre Mitgliedschaft geehrt

„Feuerwehr kennt keine Grenzen“

Das Jahr 2019 steht bei der Freiwilligen Feuerwehr Schriesheim ganz im Zeichen von Jubiläen. Das gab Kommandant Oliver Scherer beim traditionellen Kameradschaftsabend im Haus der Feuerwehr am Wochenende bekannt. Gleich zwei Jahrestage werden gefeiert: 50 Jahre Jugendfeuerwehr und 30 Jahre Partnerschaft zu den Kameraden in St. Margarethen. Die genauen Termine werden aber erst noch bekannt gegeben.

Wie wichtig die Jugendfeuerwehr ist, zeigt folgende Szene: Auf Scherers Frage, wer von den Anwesenden Kameraden aus der Jugendfeuerwehr kommt, erhob sich mit wenigen Ausnahmen der ganze Saal. „80 Prozent unserer Aktiven und vier Prozent der Alterswehr entstammen der Jugendfeuerwehr“, so Scherer.

Als vor genau 50 Jahren die Idee entstand, eine Jugendfeuerwehr ins Leben zu rufen, stand der Aspekt im Vordergrund, Nachwuchs für den Spielmannszug zu gewinnen. „Was wäre ein Fest ohne Musik“, zitierte Nicolas Spatz, Sprecher der Jugendfeuerwehr, aus den Annalen. „13 Jugendliche waren es, die damals von Georg Weber unter die Fittiche genommen wurden“. Heute, nach 50 Jahren, zählt der Nachwuchs 25 Aktive, davon drei Mädchen.

Vermittlung von Werten

„Es gab eine Zeit, da war die Nachfrage so groß, dass eine Warteliste angelegt werden musste“, so Spatz: „Werte, die in der Wehr gefördert werden, sind Kameradschaft, Engagement zeigen und auch die Förderung von Geselligkeit“, zählte er auf: „Diese werden der Jugend vermittelt. Doch was die Jugend vorrangig lernt, ist, dass man sich im Ernstfall auf den anderen verlassen kann“.

In seiner Ansprache hob Scherer das soziale Engagement seiner Leute hervor, die zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit seien, Gefahren von den Bürgern abzuwenden. Daher sei es wichtig, ihnen zu danken, leitete er gekonnt zu den Ehrungen über: „Ehrungen sind bei einem Kameradschaftsabend ein wichtiger Teil“.

Anerkennung des Bürgermeisters

Bürgermeister Hansjörg Höfer dankte allen Kameraden sowie auch deren Partnerinnen, die oft auf ihre Männer verzichten und nicht selten auch mit Angst leben müssen. „Die Feuerwehr ist mehr als eine Wehr. Hinter ihr stehen ganze Familien“. Er schätze die gute und familiäre Atmosphäre, die innerhalb der Schriesheimer Wehr herrscht.

Höfer sprach auch seinen letzten Besuch in der Partnerstadt Uzès an, wo die Wehr spontan für einen verstorbenen französischen Kameraden Geld sammelte. „Das hat gezeigt: Feuerwehr kennt keine Grenzen. Sie ist überall zuhause“.