Schriesheim

Schriesheim Tier aus verrauchter Wohnung geborgen

Feuerwehr rettet Hund

Archivartikel

Die Freiwillige Feuerwehr Schriesheim hat am Mittwochabend einen Hund aus einer verrauchten Wohnung gerettet. Das teilte Kommandant Oliver Scherer am Donnerstag mit. Demnach wurden seine Kameraden um kurz nach 18 Uhr zu einem Mehrparteienhaus in den Ruhweg gerufen, weil ein privater Rauchmelder ausgelöst hatte. Nachbarn hatten dies gehört und die Feuerwehr gerufen. Auch eine Rauchentwicklung und Brandgeruch seien wahrnehmbar, hieß es in der Alarmierung.

Vor Ort bestätigte sich den Einsatzkräften die Meldung. „Es konnte auch nicht ausgeschlossen werden, dass sich noch eine Person in der Wohnung befinden würde“, berichtet Scherer. Demnach gab eine Anwohnerin an, sie habe „ein Rufen oder Ähnliches aus der Wohnung wahrgenommen“. Die Kameraden bauten daher einen Löschangriff auf, brachten die Drehleiter in Stellung und suchten das Gebäude zunächst von außen ab. „Ein Trupp unter Atemschutz verschaffte sich über ein Fenster gewaltsam Zutritt in die Wohnung“, schreibt der Kommandant in seinem Bericht.

Babyflasche verschmort

In der Küche fanden die Einsatzkräfte die Ursache für die Rauchentwicklung: angebranntes Essen beziehungsweise eine verschmorte Babyflasche in einem Topf auf dem Herd. „Die gesamte Wohneinheit war über zwei Etagen verraucht. Das Brandgut wurde ins Freie gebracht und dort abgelöscht“, so Scherer. Der Atemschutztrupp suchte die Wohnung weiter ab und traf dabei zwar nicht auf Menschen, aber auf einen Hund. Der Vierbeiner wurde zunächst in ein rauchfreies Zimmer gebracht, bis die restliche Wohnung rauchfrei war. Danach konnte das Tier unverletzt ins Freie getragen und den zwischenzeitlich wieder eingetroffenen Bewohnern wohlbehalten übergeben werden.

Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist laut Feuerwehr gering. „Dank dem installierten und funktionstüchtigen Rauchmelder, der ordnungsgemäß ausgelöst hatte, konnte der Brand frühzeitig entdeckt werden“, betont Kommandant Scherer. Auch die Nachbarn hätten richtig reagiert, indem sie umgehend die Feuerwehr alarmierten. „Dadurch konnte der Hund ohne Verletzungen gerettet und der Brand schnell ohne größeren Schaden an der Einrichtung oder am Gebäude gelöscht werden.“

Die Feuerwehr war mit 22 Personen und sechs Fahrzeugen im Einsatz, die Polizei mit vier Beamten und zwei Streifenwagen. Der Rettungsdienst stand mit zwei Personen und einem Wagen bereit. Nach gut einer Stunde war der Einsatz beendet und die Fahrzeuge sowie die Geräte waren gereinigt, desinfiziert und wieder einsatzbereit.