Schriesheim

Schriesheim Jahreshauptversammlung des Sportvreins

Fußballer klagen über Vandalismus

Archivartikel

In diesem Jahr feiern die Schriesheimer Kicker sich selbst. Das große Jubiläum zum 100. Geburtstag des Sportvereins (SV) hat mit einem großartigen Festbankett im Januar seinen Anfang genommen, weitere Veranstaltungen werden folgen. Auch bei der Jahreshauptversammlung war der Geist des Jubiläums zu spüren.

„Die nächsten Feierlichkeiten stehen vor der Tür, und wir werden altes und Bewährtes mit Neuem kombinieren“, sagte der Vorsitzende Werner Morast und gab einen Vorgeschmack auf das, was noch geplant ist. Zum 1. Mai wird die T-Band aufspielen. Es soll ein zünftiges Sommerfest im Waldschwimmbad mit den Schriesheimer „Strahlemännern“ geben. Absoluter Höhepunkt wird jedoch der zweitägige Bergstraßen-Cup sein, an dem unter anderem Teams von Waldhof Mannheim und Wormatia Worms sowie weitere Mannschaften aus der unmittelbaren Umgebung teilnehmen werden. Mit einem Fußball-Kabarett am 16. November soll das Jubeljahr gebührend ausklingen.

Durchgetrennte Tornetze

Doch nach so viel Erfreulichem kam die Kehrseite der Medaille zur Sprache. Was die Fußballer nicht nur ärgert und bis zur Weißglut bringt, sondern auch noch Kosten verursacht, ist der Vandalismus. Morast nannte beispielsweise durchgetrennte Tornetze und verwüstete Rasenflächen. Als Grund für die Sachbeschädigungen nannte er den freien Zugang zum Gelände und nahm dafür auch die Verwaltung in die Pflicht. „Wir würden uns sehr freuen, wenn wir nicht allein auf den Kosten sitzen bleiben und sich die Stadt daran beteiligt“, sandte er deutliche Worte an die Adresse des Rathauses.

„Verein hat kein Geld“

Da der Kunstrasenplatz auch für die Schulen zugänglich sei, werde er schneller abgenutzt. Spätestens in drei Jahren müsse er erneuert werden. Doch wer wird hier der Zahlmeister sein?, fragte er. „Der Verein hat kein Geld, und wir wollen nicht vergeblich auf eine finanzielle Unterstützung seitens der Stadt hoffen“, betonte der Vorsitzende.

Als unendliche Geschichte bezeichnete er den Ärger mit den Duschen, die seit August 2018 wegen Legionellenbefall nicht mehr benutzt werden könnten. Die Sportler müssten deshalb zum Duschen in die Mehrzweckhalle gehen. „Die Stadt hat uns vor Weihnachten zugesagt, dass diese ab März wieder zu nutzen sind.“ Ob der Termin eingehalten werden kann, darüber schwieg er sich aus.

Am Ende seines Berichtes gab es dann noch eine erfreuliche Botschaft, und zwar zum Thema „Zusammenhalt und Engagement im Verein“. Auf Bitten der Weinheimer Hausbrauerei traten kräftige Männer an, die 118 Kästen Bier vom Parkplatz in den ersten Stock des Cafe Central in Weinheim schleppen. Innerhalb von 15 Minuten hätten Fußballer aus der zweiten Mannschaft und von den Oldies die Aufgabe in einer Rekordzeit von nur 6:48 Minuten bewältigt. „Zum Dank hängt jetzt ein Wimpel unseres Vereins im Cafe Central“, verkündete Morast stolz.