Schriesheim

Schriesheim Wahl zum Schüler- und Jugendgemeinderat / Beteiligung liegt bei 25 Prozent / Konstituierende Sitzung im Rathaus am 18. Juli

Hansjörg Höfer: „Lasst euch nicht entmutigen“

Archivartikel

Schriesheims Jugend hat seinen Gemeinderat gewählt. Wahlberechtigt in der Weinstadt (einschließlich Altenbach) waren 1575 Schüler. Zur Urne schritten 381, was einer Wahlbeteiligung von 25 Prozent entspricht. Diese Zahlen nannte Bürgermeister Hansjörg Höfer, der am späten Samstagabend, nach dem er das Musikfestival „Schiese jazzt“ eröffnet hatte, auf dem Push-Gelände den schon ungeduldig wartenden Kandidaten.

Auszählung im Rathaus

Seit Donnerstag bestand für Schriesheims Schüler die Gelegenheit aus 14 Jugendlichen und 19 Kinder ihre „Volksvertreter“ zu wählen. In den Jugendgemeinderat konnten aber lediglich zwölf Jugendliche und drei Kinder einziehen. Die letzten Nachzügler hatten auch noch am Samstag die Gelegenheit, zur Wahl zu schreiten. Um 16 Uhr war Ende für die Briefwahl, um 18 Uhr wurden die Urnen geschlossen und ins Rathaus gebracht. Dort wurden die Stimmen von Robert Eszterle, Karin Reichel, Dominik Morast, der stellvertretenden Kämmerin Bianca Mader, Thomas Bilz und Claudia Wetzel ausgezählt. „Die meisten Stimmzettel waren perfekt ausgefüllt“, bestätigte Robert Eszterle, es gab insgesamt nur sechs ungültige Stimmen.

Um sich die Wartezeit auf die Bekanntgabe des Ergebnisses zu verkürzen, gab es auf dem Push-Gelände Spiele- und Sportaktionen, die wahrscheinlich aufgrund des heißen Sommertags kaum oder wenig angenommen wurden. So war es mangels Spieler auch nicht möglich eine Volleyballmannschaft aufzustellen. Im Party-Raum war eine große Leinwand aufgebaut und so konnten einige Fußballfreunde das WM-Spiel England gegen Schweden verfolgen. Als gegen 21 Uhr Bürgermeister Höfer auf das Push-Gelände kam, waren dann auch fast alle Kandidaten mit Eltern anwesend.

Da von den 19 Kinderkandidaten nur drei ins Gremium einziehen konnten, war zu befürchten, dass es Tränen der Enttäuschung geben wird. Doch dem war nicht so. Zwar waren einige mächtig enttäuscht, doch Tränen flossen nicht.

Alle Unterlegenen erhielten für ihre Teilnahme an der Wahl aus den Händen von Höfer ein Geschenk. Er dankte ihnen für ihre Bereitschaft, sich als Kandidat aufstellen zu lassen und er machte ihnen Mut: „Bleibt dabei und lasst euch nicht entmutigen.“ Die erste konstituierende Sitzung im Rathaus findet am 18. Juli statt.