Schriesheim

Schriesheim Heimatkundliches Suchspiel des GV Liederkranz

Hat sich Idee „totgelaufen“?

Archivartikel

Seit vielen Jahren hat es Tradition, das heimatkundliche Such- und Gewinnspiel, das die Mitglieder des GV „Liederkranz“ und die Ferienkinder kreuz und quer durch Schriesheims Gemarkung führt. Waren es in der Vergangenheit bis zu 55 Teilnehmer, so kamen nun gerade mal zehn Kinder zum Treffpunkt am Wendehammer der Branichstraße, auf die insgesamt vier Betreuerinnen und Organisator Klaus Urban warteten. Der Vorsitzende hatte reichlich kühle Getränke und einen Fragebogen mit insgesamt 20 Fragen dabei. Wer alle richtig beantwortete, hatte am Ende den Lösungssatz „Mit dem Liederkranz in ein paar Stunden mit Spaß den Schriesheimer Wald erkunden“. Gefragt wurde nach dem Ehrenbürger der Stadt und nach dem Veranstalter des Ferienspiels. Auf dem Weg bis zur Schutzhütte auf der Zins in Richtung Schanzenköpfle ging es dagegen um das Zählen und Benennen von Bäumen.

„Wie nennt man diese Konstruktion“, fragte Urban und zeigte auf ein von Wind und Wetter ramponiertes Holzgestell. „Das ist ein Hochsitz“, riefen die Kinder wie aus einem Munde. „Richtig, schreibt die Lösung auf“, forderte er auf und fragte als nächstes nach einer Rebsorte mit Doppelnamen - gemeint war der Müller-Thurgau. Nach einem gemächlichen Aufstieg ging es nun wieder abwärts, und gefragt wurde nach dem Bauwerk tief unter den Füßen, dem Branichtunnel.

Nach der Wanderung durch den Wald, in dem es nur wenig Kühle gab, erreichten die Kinder müde, verschwitzt, aber gut gelaunt ihr Ziel, das Vereinsheim in der Talstraße. Dort warteten ein Imbiss, kalte Getränke und die Verlosung. Auf dem Uzèsplatz wurden sie am Ende des Nachmittags von ihren Eltern in Empfang genommen, und sie hatten ihnen viel zu erzählen. Ernüchtert wegen der geringen Resonanz, überlegte Urban laut, ob sich die Ferienspiele nicht „totgelaufen“ hätten: „Wir sollten uns mal was anderes überlegen.“ greg