Schriesheim

Neckar-Bergstraße Verein „Hilfe zur Selbsthilfe – Dritte Welt“ zieht Bilanz

Himalaja-Projekte als ein Schwerpunkt

Bilanz seiner Arbeit im zurückliegenden Jahr hat jetzt der Vorstand des Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe – Dritte Welt“ gezogen. „Wir arbeiten gemeinsam, um Jugendlichen aus armen Familien durch Ausbildung eine berufliche Zukunft zu ermöglichen“ – auf diese einfache Formel brachte Vereinsgründer und Vorsitzender Helmut Merkel die Arbeit des Vereins in mehreren Ländern der Dritten Welt, die im nächsten Jahr auf runde 40 Jahre zurückblickt.

Durch die Zusammenarbeit mit den Salesianern des weltweit tätigen Don-Bosco-Ordens ist der Verein bei seinen Hilfsprojekten auch vor Ort vertreten. Diese Sicherheit bei der Verwendung der Spenden prägte auch den Bau und die Unterhaltung eines Mädchen-Wohnheims mit einer neuen Schule in der Wancho-Siedlung Mintong im Gebiet der Ureinwohner in Nordost-Indien.

Wohnheim für Mädchen

Das Projekt entstand im Vorgebirge des Himalaja. Durch das neue Wohnheim haben nun viele Kinder der Ureinwohner die Möglichkeit, die neue Schule zu besuchen. Die großen Entfernungen haben dies vorher verhindert. Ein Raum des Wohnheims wird als Krankenstation für die Schüler genutzt.

Da es im gesamten Gebiet weder einen Arzt noch eine Gesundheitseinrichtung gibt, kommen täglich oft mehr als 40 Patienten aus der Umgebung nach stundenlangen Fußmärschen zum Heim. Manche haben ansteckende Krankheiten. Dieser Zustand ist für das Wohnheim natürlich eine große Gefahr und muss dringend geändert werden. Der Verein hat deshalb mit dem Bischof dieser Diözese eine kleine Krankenstation geplant, die neben dem Wohnheim errichtet werden soll.

Doch der Verein war bei weiteren Hilfsmaßnahmen in Indien aktiv. Er unterstützte das Boscome-Projekt, bei dem die ärmsten Kinder in Dimapur Nagaland ausgebildet werden. Auch zur Förderung von 20 College-Studenten für drei Jahre am Don-Bosco-College in Maram trug der Verein bei.

In Peru leistete der Verein einen Beitrag zur Armutsbekämpfung durch berufliche Qualifizierung für junge Indigenas. In Sri Lanka kümmerte er sich um jugendliche Bürgerkriegsflüchtlinge und sorgte für deren berufliche Ausbildung.

Auch nach Kamerun kam Hilfe des Vereins bei dem Projekt eines Gesundheitszentrums in Toubora. „Einrichtungen am Meer“ nennt Don Bosco ein Projekt der Umsetzung beruflicher Qualifikation, das auch vom Verein gefördert wird. In Nigeria half der Verein bei einem Präventions-Programm im Krankenhaus von Abuja.

Eine halbe Million Euro Spenden

Das gesamte Spendenaufkommen 2017 betrug 521 168 Euro, wie Kassenwart Günther Lehr berichtete. Davon wurden 297 500 Euro durch Sachspenden aufgebracht.

Die Vorstandswahlen ergaben folgendes Ergebnis: Vorsitzender Helmut Merkel, Stellvertretende Vorsitzende Brigitte Littterer, Kassenwart Günther Lehr, Schriftführerin Christiane Richardt, Beisitzer Peter Bugert, Andreas Franz, Markus Huberer, Michael Huber, Jochen Matenaer, Otto Zelezny und Rainer Zimmermann. Kassenprüfer sind weiterhin Andrea Mannsperger und Michael Schmich.