Schriesheim

Schriesheim Theatergruppe Rebläuse zeigt in dieser Saison die Komödie „Nonnenpoker“ / Vorbereitungen zur Premiere am 9. November auf Hochtouren

In diesem Kloster geht es richtig rund

„Alle auf Position!“, dann „Konzentration!“ und „Action!“. Es sind Worte, die keinen Widerspruch dulden. Die in Nonnentracht gekleidete Akteure platzieren sich um einen Tisch, eine von ihnen macht es sich auf ihm gemütlich, sie greifen zu Flaschen mit alkoholischen Getränken und beginnen ein Gelage. Dann ertönt die Anweisung „Bild einfrieren!“, und schon erstarren die zuvor noch fröhlich zechenden Damen zu Stein.

Wolfgang Mettenberger, Regisseur des Stückes „Nonnenpoker“, das die Theatergruppe Die Rebläuse in dieser Saison auf die Bühne bringt, zeigt sich mit seinen Schauspielern zufrieden. Und umgekehrt. Nach dem Weggang von Regisseurin Tanja Götemann verfügt die Theatergruppe in Mettenberger über einen Nachfolger, mit dem sie gut zusammenarbeiten kann. Der studierte Theaterpädagoge ist ja auch selbst Schauspieler und Regisseur.

Lange Suche

Gemeinsam machte sich das Ensemble mit seinem neuen Regisseur auf die Suche nach einem Stück, das mehrere Kriterien erfüllen muss. Einmal soll für alle weiblichen Darsteller eine Rolle vorhanden sein, und auch die beiden Herren sollen nicht zu kurz kommen. Zudem soll das Stück sowohl spannend als auch humorvoll sein, eben eine Komödie, bei der das Publikum auch etwas zum Lachen und Amüsieren hat.

So fand sich das Stück „Nonnenpoker“, eine Komödie in drei Akten von Jennifer Hülser. Sie spielt in einem Kloster. Und weil der Kirche die Gläubigen abhanden kommen, entdecken die ehrwürdigen Klosterfrauen das Pokern für sich, entwickeln darin sogar Professionalität. Doch dann suchen zwei Ganoven mitsamt einem dicken Koffer voller Geld im Kloster Unterschlupf; die Nonnen wittern ihre große Chance, die beiden tüchtig abzuzocken.

„Ich weiß nicht, wie viele Stücke wir vorher durch gearbeitet haben, bis wir das richtige gefunden haben“, berichtet der Regisseur. Gleich nach der ersten Leseprobe spürten sie jedoch, dass sie das Passende gefunden hatten, erzählt er. Und dem stimmt auch das Ensemble zu, das sich an diesem Samstagvormittag jedoch ganz auf das Spiel und die Anleitung des Regisseurs konzentriert.

„Aufbau und Gestaltung sind abgeschlossen. Was jetzt noch fehlt, ist der Feinschliff“, äußert sich der Fachmann sichtlich zufrieden und gönnt seinem Team eine kurze Verschnaufpause. „Wenn es klappt, dann kommt sogar die Autorin zur Premiere“, bemerkt er: „Jedenfalls hat sie es versprochen.“