Schriesheim

Schriesheim/Heddesheim Svenja-Sophia Heck: Abitur mit Note 1,0

Ingenieurin als Traumberuf

Archivartikel

Mit einer Abiturnote von 1,0 hat Svenja-Sophia Heck als Schulbeste ihre schulische Laufbahn am privaten Heinrich-Sigmund-Gymnasium (HSG) beendet. „Wir sind sehr stolz auf unsere Tochter“, würdigt ihre Mutter die Leistung und ergänzt, dass ihre Tochter dieses Ergebnis nur erreicht habe, weil sie während ihrer gesamten Schulzeit hinweg immer konstant und gewissenhaft gelernt habe.

Nie habe es Ermahnungen gegeben. Beim Gespräch mit dem „MM“ zeigt sich Svenja bescheiden, trotzdem aber selbstbewusst, was ihre berufliche Zukunft anbelangt.

Dass ihr mit einem solchen Zeugnis alle Türen weit offen stehen, dass sie nun ihren Studiengang frei wählen kann, sogar Medizin, ist ihr durchaus bewusst, und darauf hat sie auch all die Jahre über hingearbeitet.

Lieblingsfach Erdkunde

Doch ihr Berufswunsch ist der einer Bauingenieurin. Häuser oder ganze Straßenzüge zu entwerfen und zu bauen, das habe sie schon immer fasziniert, berichtet sie, und ihre Augen beginnen zu strahlen.

„Ich kann es mir schon vorstellen“, sagt sie, „irgendwo ein Gebäude zu sehen und dann zu sagen, das ist von mir“. Obwohl Erdkunde eins ihrer absoluten Lieblingsfächer war, galt ihre zweite Liebe dem Fach Mathematik: „Wir hatten einen Lehrer, der fantastisch erklären konnte.“

Überhaupt hätten die Pädagogen am HSG auch einen trockenen Unterrichtsstoff lebendig und spannend vermitteln können. Beim Übergang von der Grundschule in eine der weiterführenden war für sie das HSG immer erste Wahl, und mit dieser waren auch ihre Eltern einverstanden.

„In der Klasse waren wir nur 20 Schüler“, berichtet sie; das sei für ein konzentriertes Lernen förderlich gewesen. Svenja ist und war während ihrer Schulzeit keineswegs eine Stubenhockerin, die nur über ihren Büchern saß.

„Ich habe in Großsachsen bis zur Oberstufe Tennis in einer Mannschaft gespielt“, erzählt sie. Daneben war sie Konfirmandenbetreuerin in der Kirchengemeinde, und ihr blieb auch noch immer genügend Zeit, sich mit ihren Freunden zu treffen oder Spiele ihres Lieblingsfußballvereins BVB anzusehen.

Bevor sie mit ihrem Bauingenieurstudium in Darmstadt beginnt, geht es erst einmal für zwei Monate auf große Fahrt, und zwar nach Namibia auf die Bisam-Farm ihrer Verwandten. Allen, die das Abitur im Auge haben, rät sie, konstant den Unterricht vor- und nachzubereiten, keine Lücken entstehen zu lassen, aufmerksam zuzuhören und keine Hemmungen zu haben, die Lehrer mit Fragen zu überhäufen: „So lange, bis man den Stoff auch verstanden hat.“