Schriesheim

Schriesheim Präventionsprojekt der Deutschen Herzstiftung zum fünften Mal in der Grundschule Altenbach

„Jede Bewegung ist eine gute“

Archivartikel

Herz- und Kreislauferkrankungen sind die Todesursache Nummer eins, doch dagegen kann man bereits im Vorfeld sehr viel tun, das auch noch Spaß macht. Und dass dies mit einfachen Hilfsmitteln geht wie beispielsweise mit Springseilen, das zeigte die Leiterin des Workshops „Skipping Hearts“ der Deutschen Herzstiftung, Janine Malz, jetzt den Altenbacher Schülern der dritten und vierten Klasse.

Es war nicht das erste Mal, dass die Deutsche Herzstiftung mit ihrem Präventionsprojekt „Bewegung kann Spaß machen und kostet nicht viel“ die Altenbacher Grundschüler zu mehr sportlichen Aktivitäten ermutigte. Sie begeisterte mit ihrem Projekt bereits 2011, 2014, 2015 und 2016 die Kinder. Schon damals bestätigten am Ende des Kurses alle, dass es ihnen viel Spaß gemacht habe. „Ich habe zuvor diesen Workshop immer nur passiv begleitet, aber heute mache ich aktiv mit“, bemerkte die Schulleiterin Anja Münster-Doubravsky, die ebenso viel Enthusiasmus zeigte wie ihre Schüler.

Seilspringen ideal

„Jede Bewegung ist eine gute Bewegung“, motivierte die Kursleiterin die Kinder, die voller Tatendrang darauf warteten, endlich loszulegen. „Seilspringen ist eine ideale Sportart: wetterunabhängig, braucht wenig Platz, man kann das Seil überall hin mitnehmen, und es fördert die Koordination und die Ausdauer“, beschrieb sie das Training.

Und schon ging es los. Je zu zweit standen die Schüler in zwei Reihen mit ihren Springseilen und warteten auf das Kommando, endlich hüpfen zu dürfen. Einige zeigten sich gleich als echte „Seilspring-Profis“, andere hatten etwas Schwierigkeiten mit dem Absprung-Rhythmus.

Was man so alles mit einem Seil anstellen kann, wie viele Formationen es gibt und, dass man diese Sportart auch zu zweit oder in einer Gruppe betreiben kann – all das erfuhren die Schüler an diesem sportlichen Vormittag. Am bekanntesten ist wohl das Springen alleine, aber bei diesem Workshop ging es darum, Übungen gemeinsam mit einem oder mehreren Partnern zu machen.

Verschiedene Stilformen

So standen je zwei Kinder „Face on Face“. Und während eine das Seil schwang, sprangen beide gleichzeitig oder beide ließen das Seil kreisen, und nur einer sprang. Man kann beim Abspringen auch die Knie beugen und oder einen Schritt nach vorne gehen, bevor man über das kreisende Seil springt. Auch wenn die Übungen nicht alle gleich auf Anhieb glückten – man sprang zu früh oder zu spät ab oder man verhedderte sich im Seil – , so klappte es nach einigen Anläufen dann doch prima.

„Ich habe nicht gewusst, wie viel Spaß das macht“, freute sich eine emsige Springerin. Und ihre Partnerin wollte gleich nach der Schule ihre Mutter darum bitten, ihr auch so ein Seil zu kaufen. Dieser Wunsch wird sicherlich nicht unerfüllt bleiben. Stellt sich da für die Beobachterin nur die Frage: Wird es künftig in Altenbach nur noch seilspringende Kinder geben?

Info: Weitere Informationen im Web: www.herzsiftung.de