Schriesheim

Musikprogramm Bands auf vier verschiedenen Bühnen bieten etwas für nahezu jeden Geschmack

Just for Fun heizt mächtig ein

Vom Wetter des Straßenfestes kann man das nicht sagen, vom Musikprogramm schon: Es lässt keine Wünsche offen. An vier zentralen Plätzen – Stadtbrunnen, Zehntkeller, Oberer Schulhof und Oberstadt – sind Gruppen zu hören, die nahezu alle Musikrichtungen abdecken – ob volkstümliche Blasmusik oder Jazz, Schlagerpop oder Rock. Auch wenn ihre Mega-Boxen dröhnen, so stören sie sich untereinander keineswegs.

Gehört der Stadtbrunnen den oft regnerischen Tag über der „Strada Montana Bigband“ der Musikschule, die übrigens gleich mit mehreren Formationen vertreten ist, und den „Honeywell Bouncers“, so bricht am Abend bei der „Hitfabrik“ Partystimmung unter den großen Schirmen aus. Denn gerade, als sie zu spielen beginnt, regnet es in Strömen, was die Gäste aber nicht dazu bewegt, das Weite zu suchen. Dicht an dicht gedrängt, stehen sie unter den Vordächern der Stände und lassen sich von den heißen Rhythmen aufwärmen, denn es ist ziemlich kalt.

„Alte Liebe“ im Weindorf

Im Weindorf sitzen um die Mittagszeit unentwegte Gäste bei einem Schoppen Wein und lassen sich von der Dilsberger Trachtenkapelle unterhalten. Unter dem programmatischen Namen „Old Love“ tritt erstmals eine Formation auf, die sich beim Arbeitskreis Schriesheimer Senioren zusammengefunden hatte.

Doch erst am Abend, als „Just of Fun“ ihre Instrumente auspacken, füllt sich der Bereich vor dem Zehntkeller so richtig. Denn die Mannheimer Partyband mit ihrem Frontmann Otto Raad ist bekanntermaßen ein Garant für pure Lebensfreude. „Wir haben 230 Titel im Gepäck“, berichtet der Band-Chef und fügt mit Blick in die Zuschauerreihen hinzu: „Wir versuchen immer, uns auf das Publikum einzustellen. Und ich glaube, das gelingt uns ganz gut.“

Nach einem Soundcheck geht es so richtig zur Sache, und das Publikum bleibt auch dann der Band treu, als es anfängt, in Strömen zu regnen. Verstehen die Musiker es doch, mit Rock‘n Roll früherer Jahrzehnte und Hits unserer Zeit sowie flotten Sprüchen ihr Publikum zu begeistern. Kurz gesagt: Im Weindorf herrscht trotz der Kälte eine super Stimmung.

Eine ganz andere Musikrichtung gibt es in der Oberstadt, wo die Speyer City Stompers urwüchsigen, authentischen New-Orleans-Jazz der 1920er und 1930er-Jahre spielen. „Bei denen kommt was rüber“, freut sich Organisator Eugen Fallmann, der Tags darauf selbst aufspielt: im Rahmen der „Second Generation“.

Einen Hauch von Karibik unter Palmen versucht DJ Batuka im Oberen Schulhof zu verbreiten; die Raubritter tragen mit Kunstrasen und Liegestühlen das ihre dazu bei. „Die sind äußerst bequem“, lacht ein Gast, der sich locker hinein fläzt: „Man könnte hier glatt ein Nickerchen machen – wenn es nicht immer wieder regnen würde.“ greg