Schriesheim

Schriesheim Kung-Fu-Schnuppertraining beim Verein Ving Tsun / Nach den Ferien Kurs für Vier- und Fünfjährige geplant

Kampf, Konzentration und Körperbeherrschung

Archivartikel

„Könnt ihr noch?“, fragt Trainer Lars Ender in die Runde. „Ja“, antworten die sechs Schüler wie im Chor. Es ist das erste Schnuppertraining für die Vier- bis Fünfjährigen im Verein Ving Tsun Kung Fu Schriesheim. Die Kinder sind voller Energie, wenn es darum geht die ersten Grundübungen und Techniken dieser exotischen Sportart zu lernen. Ving Tsun ist eine spezielle Stilrichtung des Kung Fu, einer chinesischen Kampfsportart. Dabei geht es nicht nur ums Kämpfen, sondern vor allem auch um Konzentration, Koordination und Körperbeherrschung.

Nachdem der Verein bislang nur Kindern ab sechs Jahren die Möglichkeit bot, diese Sportart zu erlernen, ist derzeit geplant nach den Sommerferien auch einen Kurs für die ganz Kleinen anzubieten. In diesem Kurs sollen die Kinder auf spielerische Weise lernen, ihren eigenen Körper zu kontrollieren, um diese Fähigkeit später auch auf die komplexen Schläge und Tritte im Ving Tsun anwenden zu können.

Zu Anfang der Schnupperstunde beginnt Trainer und Vorsitzender des Vereins, Lars Ender, mit einem kleinen Aufwärmspiel, um die Muskulatur der Kinder für das eigentliche Training warm zu machen. Danach geht es schon los mit den ersten Grundübungen für das Ving Tsun. Dazu gehört nicht nur die richtige Handhaltung, sondern auch der spezielle Stand, in welchem die Techniken ausgeführt werden.

Nachdem die Schüler die Übung einige Male in der Luft vollführt haben, geht es dann auch an die Pratzen. Das sind große Handschuhe, die auf der Vorderseite eine gepolsterte Fläche besitzen. So können Schläge am Partner geübt werden, ohne dass jemand verletzt werden kann. Besonders spannend finden die Kinder aber die Schwerter und Langstöcke, mit welchen die älteren Schüler regelmäßig trainieren. Unter strenger Aufsicht von Lars Ender dürfen die Schnupperschüler die Stöcke aber mal hochheben, um zu sehen wie schwer diese sind. Auch dürfen sie die hölzerne Puppe ausprobieren, die mit im Trainingsraum steht. Diese dient den älteren Schülern als hölzerner Trainingspartner, an dem die Ausführung diverser Techniken perfektioniert werden kann.

Zum Schluss sind die Kinder ganz schön müde. Zwar gab es während der einstündigen Trainingseinheit mehrere Trinkpausen, aber die sommerlichen Temperaturen draußen machen sich bemerkbar. Damit die Schnupperschüler neue Energie tanken konnten, verteilt Lars Ender schließlich noch Müsliriegel, bevor die Kinder dann von ihren Eltern abgeholt werden. tjr