Schriesheim

Schriesheim Ferienspiele des Roten Kreuzes

Kinder üben sich als Sanitäter

Wie verhalte ich mich bei Unfällen? Wie heißt die Notfallnummer? Wann muss man den Rettungswagen holen? Das waren nur einige der Fragestellungen, die beim Ferienangebot des Schriesheimer DRK von Jugendrotkreuzhelfern erörtert wurden. 14 Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren saßen um einen Flipchart und sammelten Vorschläge, in welchen Situationen man den Notruf 112 unbedingt zu wählen hat. Fast im Sekundentakt schnellten die Finger in die Höhe, so dass der Jugendwart Thorsten Haufe Mühe hatte, alle Einfälle aufzuschreiben.

„Wenn jemand umkippt“, rief einer in die Menge. „Wenn sich jemand verletzt“, folgte gleich darauf. Ein anderes Kind meinte, wenn ein Haus brennt. Diese wurde gleich darauf hin belehrt, dass dies ein Fall für die Feuerwehr sei, aber natürlich auch der Rettungsdienst bereitstünde. Madlene nannte ein etwas ungewöhnliches Szenarium: „Wenn ich Schüsse auf der Straße höre.“ „Ja, auch hier komme ein Rettungswagen, aber dies sei doch mehr ein Fall für die Polizei, dasselbe gelte auch bei Prügeleien“, entgegnete der Jugendwart.

Kopfverband angelegt

Nach der theoretischen Einführung ins Rettungswesen ging es in die Praxis und es wurden Handgriffe wie das Anlegen von Verbänden und die unterschiedlichen Formen der Lagerung geübt. Einen Verletzten in die stabile Seitenlage zu legen, das war für die kleinen Sanitäter kein Problem, doch was ist eine Schocklagerung und wann wird sie angewandt, das bedurfte der Klärung. Die Kinder erfuhren, dass man dazu den Patienten flach auf den Rücken legt und die Beine über die Höhe des Kopfes angehoben werden, um die Blutversorgung zu gewährleisten.

Weiter übten die Kinder einen Fingerkuppenverband anzulegen, mit dem selbst erfahrene Helfer Schwierigkeiten haben, sowie einen Gelenk- und Kopfverband. Der krönende Abschluss dieses Tages war die Erkundung eines DRK-Einsatzfahrzeugs. „Das ist ja wie ein Krankenhaus auf Rädern“, staunte ein Mädchen, das bereits heute schon überlegt, ob sie nicht den Beruf einer Ärztin ergreifen will. greg