Schriesheim

Schriesheim EnBW spendet eingespartes Porto an Kulturkreis

Mailen für den guten Zweck

Archivartikel

„Ich habe so etwas noch nie in der Hand gehabt“, bekennt Stadträtin Gabriele Mohr-Nassauer: „Das kenne ich sonst nur aus der Zeitung.“ Doch irgendwann ist immer das erste Mal: Am Montag nahm die Vorsitzende des Kulturkreises Schriesheim (KKS) im Kerg-Museum den symbolischen Scheck über eine Spende des Energiekonzerns EnBW in Höhe von gut 1860 Euro entgegen.

Wie es dazu kam, das erläuterte bei der Übergabe Willi Parstorfer von der EnBW-Tochter Netze BW, welche die Leitungen in Schriesheim betreibt. Vor einem Jahr bot das Unternehmen nämlich seinen Kunden an, die Daten über den Stromverbrauch nach dem Ablesen nicht mehr wie bisher per Postkarte, sondern online zu melden. Dadurch entfällt auch die briefliche Rückantwort der EnBW. „Das spart Porto und Papier“, sieht Parstorfer darin auch einen Beitrag zu mehr Ressourcen- und auch Klimaschutz.

Die 45 Cent, welche die EnBW dadurch pro Zähler an Porto einspart, gibt sie jedoch in ihren 550 Partner-Kommunen an die Kunden weiter – in Form einer Spende für einen gemeinnützigen Zweck. Wen sie damit in Schriesheim bedenken kann, das fragte sie bei Bürgermeister Hansjörg Höfer nach, und der empfahl dem Unternehmen den Kulturkreis. Der sehr aktive Verein, der 2020 sein 30. Jubiläum feiert, erhielt nun jene exakt 1860,30 Euro, die von Schriesheimer Kunden eingespart wurden.

„Wir freuen uns natürlich sehr darüber, dass wir ausgewählt wurden“, bekannte Gabriele Mohr-Nassauer: „Aber wir sind ja auch für die Allgemeinheit tätig.“ Wofür das Geld verwendet wird, das konnte sie noch nicht sagen. Mögliche Verwendungen gibt es genug: Veranstaltungen, die nicht kostendeckend sind, Technik, die erneuert werden muss.

„Ich habe vier Mal 45 Cent beigetragen“, scherzte Jochen Wähling. Denn der stellvertretende Vorsitzende des Kulturkreises verfügt zu Hause über vier Zähler, nutzt selbst den Weg über den QR-Code: „Das klappt hervorragend“, bestätigt er, „ganz im Gegensatz zu anderen Dienstleistern wie etwa Versicherungen.“